Krise im Iran: Schweiz liest iranischem Botschafter die Leviten
Aktualisiert

Krise im IranSchweiz liest iranischem Botschafter die Leviten

Im Zusammenhang mit den Vorfällen nach den Präsidentschaftswahlen hat die Schweiz gegenüber dem iranischen Botschafter ihre Besorgnis über die Einhaltung der Grundrechte zum Ausdruck gebracht.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) habe die Einhaltung der Meinungs- und Versammlungsfreiheit angemahnt und der Sorge über die Gewalt Ausdruck verliehen, bestätigte EDA-Sprecher Lars Knuchel einen Artikel der «Mittelland-Zeitung» (Mittwochausgabe). Weiter prüfe das EDA eine mögliche Suspendierung des Menschenrechtsdialogs mit Iran. Knuchel erinnerte allerdings daran, dass die Schweiz mit mehreren Ländern solche Dialoge führe und diese regelmässig überprüft würden.

Bereits vergangene Woche hatte sich Bundesrätin Micheline Calmy-Rey besorgt über die Lage im Iran gezeigt und an die Zurückhaltung im Umgang mit friedlichen Demonstranten appelliert. Sie hatte aber auch darauf verwiesen, dass die Schweiz im Iran die Interessen der USA vertrete. (dapd)

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