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LuftfahrtSchweiz muss bei Boeing-Zulassung USA vertrauen

Dem Bundesamt für Zivilluftfahrt fehlt gemäss einem Bericht das Personal, um Flugzeug-Zulassungen durchzuführen.

von
roy
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Der Luftfahrtkonzern legt Milliarden zurück: Gestrandete Flugzeuge des Typs Boeing 737 Max der Southwest Airline. (Archivbild)

Der Luftfahrtkonzern legt Milliarden zurück: Gestrandete Flugzeuge des Typs Boeing 737 Max der Southwest Airline. (Archivbild)

AFP/Mark Ralston
Bis November bleiben die Flugzeuge von American Airlines des besagten Typs am Boden: Boeing-737-Max-Maschinen vieler Airlines befinden derzeit in der Nähe von Seattle. (27. Juni 2019)

Bis November bleiben die Flugzeuge von American Airlines des besagten Typs am Boden: Boeing-737-Max-Maschinen vieler Airlines befinden derzeit in der Nähe von Seattle. (27. Juni 2019)

AFP/Stephen Brashear
Boeing hatte in den letzen Monaten mit Softwareproblemen zu kämpfen.

Boeing hatte in den letzen Monaten mit Softwareproblemen zu kämpfen.

epa/Justin Lane

Die Schweiz hat laut dem «SonntagsBlick» bei der Wiederzulassung des Unglücksfliegers Boeing 737 Max durch die Amerikaner keine Möglichkeit, als den US-Behörden zu vertrauen. Wenn die Amerikaner für ein neues Flugzeug grünes Licht gäben, folgten die Europäer bei der Easa nämlich meist kurze Zeit später. Und dies, obwohl die US-Flugaufsicht FAA sowie Boeing-Ingenieure bei der Boeing 737 Max geschlampt haben sollen.

Es bestehe ohnehin ein bilaterales Abkommen für die gegenseitige Anerkennung von Flugzulassungen, hiess es zudem in der Zeitung. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt Bazl habe obendrein gar keine Kapazitäten, eigene Prüfungen mit Ingenieuren durchzuführen. «Die Schweiz kann nichts machen. Die Kapazitäten sind schlicht nicht vorhanden», sagt Luftfahrtexperte Max Ungricht in der Zeitung. In der Schweiz gebe es beim Bazl nur acht Personen, die Flugzeugzulassungen prüften - in den USA arbeiteten für die Flugaufsicht dagegen rund 1300 Prüfer. (roy/sda)

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