Aktualisiert 12.03.2011 08:42

Hilfe nach dem ErdbebenSchweiz schickt Rettungskräfte nach Japan

Die Schweiz unterstützt Japans Rettungskräfte mit einem 24-köpfigen Suchteam sowie neun Suchhunden. Die Spezialisten sollen in zerstörten Gebäuden nach Vermissten suchen.

Die Schweiz schickt am Samstagnachmittag ein 24- köpfiges Such- und Abklärungsteam sowie 9 Suchhunde ins Erdbebengebiet nach Japan. Dem Team gehören Hundeführer, Spezialisten für die technische Ortung, Koordinatoren sowie Experten für Umweltkatastrophen, Wasser, Medizin und Bau an.

Nach Absprache mit den japanischen Behörden und der UNO in der Nacht habe sich die Schweiz zur Entsendung dieses Teams entschieden. Dies sagte Toni Frisch, Chef des Korps für humanitäre Hilfe, in der Sendung «Heute Morgen» von Schweizer Radio DRS.

Die Spezialisten erwarte eine «hoch anspruchsvolle» Aufgabe, sagte Frisch. Es handle sich bei dem Einsatz nicht um einen «klassische Rettungskettenaktion» wie üblicherweise bei Erdbeben. Es gehe insbesondere auch darum, in Gebäuden, die der Tsunami zerstört habe, nach Vermissten zu suchen.

45 Länder senden Rettungsteams

Mehr als 68 Such- und Rettungsteams aus 45 Ländern hatten Japan nach dem Beben der Stärke 8,9 und dem verheerenden Tsunami ihre Unterstützung angeboten. Am Freitagabend hatte es beim UNO-Büro für die Koordination humanitärer Einsätze (OCHA) zunächst geheissen, Japan habe vorerst nur die Angebote aus den USA, Neuseeland, Australien und Südkorea angenommen.

Die USA schicken rund 140 Katastrophenhelfer nach Japan, um die Such- und Rettungsmassnahmen nach dem gewaltigen Erdbeben zu unterstützen. Die Teams würden zudem 75 Tonnen Hilfsmaterial und Suchhunde mit in das Land bringen, teilte die US-Behörde für Internationale Entwicklung am Freitag mit.

Australien bietet Hilfe an

Neuseeland, das gerade erst von einem schweren Erdbeben heimgesucht wurde, sendet ein Team mit 48 Rettungskräften nach Japan, wie Premierminister John Key am Samstag mitteilte. Die Japaner hatten die Neuseeländer nach dem schweren Erdbeben in Christchurch am 22. Februar ebenfalls mit Suchstaffeln unterstützt. Rund 200 Menschen kamen dort ums Leben, darunter viele Englischstudenten aus Japan.

Auch Australien bot der japanischen Regierung Rettungstrupps sowie Polizisten und medizinisches Personal an. «Wir stehen an der Seite Japans und tun alles, um zu helfen», sagte Premierministerin Julia Gillard. Der australische Katastrophenschutz hat ein besonders für Rettungsarbeiten nach Tsunami trainiertes Team bereit.

(sda)

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