Milchskandal in China: Schweiz schützt sich vor chinesischer Gift-Nahrung
Aktualisiert

Milchskandal in ChinaSchweiz schützt sich vor chinesischer Gift-Nahrung

Der Bund weitet im Zuge des chinesischen Milchskandals seine Kontrollen aus. Künftig werden proteinhaltige Lebensmittel wie etwa Eier untersucht. Säuglingsnahrung mit Milch aus China wird am Zoll vorsorglich beschlagnahmt und kontrolliert.

Neue Untersuchungen hätten gezeigt, dass nicht nur chinesische Milch und Milchprodukte, sondern auch andere proteinhaltige Lebensmittel wie Eier mit Melamin verunreinigt sein könnnten, teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag in seinem neuesten Bulletin mit. Deshalb sei es angezeigt, die Kontrollen auszudehnen.

Säuglings- und Kleinkindernahrung, die Milch oder Milcherzeugnisse aus China enthält, wird am Zoll vorsorglich beschlagnahmt und kontrolliert. Weist sie einen Melamingehalt von über 1,0 mg/kg auf, muss sie aus dem Verkehr gezogen werden.

Das BAG hat ausserdem die Zollbehörden und die kantonalen Behörden angewiesen, gezielt Kontrollen von zusammengesetzten Lebensmitteln vorzunehmen, die Milch oder Milcherzeugnisse aus China enthalten. Solche Stichproben sollen nicht nur am Zoll, sondern auch im Land selber genommen werden.

Weisen solche Lebensmittel einen Melamingehalt von über 2,5 mg/kg Erzeugnis auf, dürfen sie nicht an Konsumenten abgegeben werden. Besteht ein begründeter Verdacht, dass Lebensmittel diesen Wert überschreiten, können sie bis zum Vorliegen der Laborergebnisse vorsorglich beschlagnahmt werden.

Auch andere chinesische oder asiatische Lebensmittel mit einem hohem Proteingehalt werden stichprobenweise kontrolliert. Hier beträgt der Grenzwert für den Melamingehalt 2,5 mg/kg.

Waren, die die Grenzwerte überschreiten, werden vernichtet, wie das BAG weiter schreibt. Die Kantone müssen zudem dem BAG die Ergebnisse der Untersuchungen melden. (sda)

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