Schweiz souverän eine Runde weiter
Aktualisiert

Schweiz souverän eine Runde weiter

Die Schweiz hat die Davis-Cup-Partie gegen Polen 4:1 gewonnen. Am Schlusstag konnten die beiden für den Ausgang unbedeutenden Spiele nicht beendet werden.

Zuerst machte Michael Lammer bei einer 6:3, 2:2, 40:40-Führung gegen Dawid Olejniczak einen klassischen Misstritt und musste dann auf dem Platz gepflegt werden. Der Zürcher wurde anschliessend von mehreren Team-Mitgliedern vom Platz getragen und zu genaueren Abklärungen ins Spital gebracht.

Koniusz hat sich gemäss offizieller Darstellung ebenfalls am Fuss verletzt und zwar am Morgen beim Einspielen. Er versuchte dann anzutreten, gab aber bei 1:2 gegen Stéphane Bohli auf. Alternativen hatten die Polen nicht mehr: Die Doppelspezialisten Mariusz Fyrstenberg/Marcin Matkowski waren schon vor den Sonntagsspielen nach Marseille abgereist.

Lammer hatte von Captain Severin Lüthi den Vorzug vor Stanislas Wawrinka erhalten, um die Nummer 1 zu schonen. Der Zürcher, der derzeit im Einzel keine optimale Phase durchläuft und der im Doppel nicht seine Hauptstärken hatte, rechtfertigte die Nomination vollauf. Von der Grundlinie aus war er speziell stark, am Netz zudem solid.

Allegro überzeugte in der ersten Partie, die er als klarer Leader bestritten hat. Die Schweizer leisteten sich einzig im dritten Satz einen kleinen Durchhänger, spielten ansonsten während der rund zweieinhalb Stunden aber überraschend konstant.

Erleichtert wurde den Schweizern die Aufgabe allerdings von einer höchst mediokren Leistung der Osteuropäer. Die ehemaligen Masters-Teilnehmer von Schanghai enttäuschten, namentlich Fyrstenberg, der phasenweise nur sehr wenig traf.

Davis Cup. Europa-/Afrika-Zone I. 1. Runde in Kreuzlingen. Endstand:

SCHWEIZ - Polen 4:1.

Die Schweiz trifft damit in der 2. Runde im April in Minsk auf Weissrussland.

(si)

4 bis 6 Wochen Pause für Michael Lammer

Pech für Michael Lammer: Der Schweizer Davis-Cup-Spieler zog sich in Kreuzlingen in der Partie gegen Polens Dawid Olejniczak am rechten Fuss eine Sprunggelenk-Verstauchung mit Bandbeschädigung zu. Der Zürcher muss 4 bis 6 Wochen pausieren.

Das Malheur passierte beim Stande von 6:3, 2:2, 40:40 aus Sicht Lammers. Der bald 26-Jährige machte einen klassischen Fehltritt und blieb dann liegen. Nach mehreren Minuten wurde er von mehreren Team- Mitgliedern vom Platz getragen und später zu genaueren Abklärungen ins Spital gebracht.

Swiss Tennis kooperiert mit dem bayrischen Verband

Am Rande der Davis-Cup-Partie zwischen der Schweiz und Polen hat Verbandspräsident René Stammbach eine weitere Kooperation unter Dach und Fach gebracht. Swiss Tennis arbeitet fortan mit dem Bayrischen Tennis-Verband zusammen.

Der BTV ist der grösste Landesverband im Deutschen Tennis-Bund mit mehr als 325 000 Mitgliedern in über 2200 Vereinen. Die Zusammenarbeit soll vorab im Nachwuchsbereich vonstatten gehen, namentlich beim Austausch von Wild Cards für Turniere sowie bei der Durchführung gemeinsamer Trainingscamps.

Ähnliche Ziele verfolgt Swiss Tennis bei den schon bestehenden Kooperationen mit den Verbänden der Vereinigten Arabischen Emirate und Brasilien. Mittelfristig schweben dem sehr initiativen Stammbach noch Partnerschaften mit einem Land in Nordamerika sowie idealerweise einem im Fernen Osten vor. Neben diesen Partnerschaften existiert seit einigen Tagen eine Zusammenarbeit im Marketing mit Swiss Sailing.

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