Aktualisiert 01.02.2014 19:13

Davis CupSchweiz steht in Davis-Cup-Viertelfinals

Marco Chiudinelli und Michael Lammer gewinnen die Doppelpartie gegen die Serben Nenad Zimonjic und Filip Krajinovic 7:6, 3:6, 7:6 und 6:2 und bringen die Schweiz ins Viertelfinale.

Die Schweiz steht zum ersten Mal seit 2004 wieder im Davis-Cup-Viertelfinal. Marco Chiudinelli und Michael Lammer machen gegen Serbien im Doppel das vorentscheidende 3:0 perfekt.

Wie nach den Äusserungen aller Beteiligten am Freitag zu erwarten, schonte der Schweizer Davis-Cup-Captain Severin Lüthi seine Stars Stanislas Wawrinka (ATP 3) und Roger Federer (ATP 8) im Doppel. Mit einer 2:0-Führung im Rücken konnte er sich dieses kleine Risiko leisten. Auch die Serben wechselten nicht an der angekündigten Aufstellung, was eine kleine Überraschung war. Marco Chiudinelli (ATP 180) und Michael Lammer (ATP 441) trafen nicht wie erwartet auf das Duo Nenad Zimonjic (ATP 1355) und Ilija Bozoljac (ATP 268). Zimonjic, die Nummer 12 im Doppel-Ranking, trat stattdessen zusammen mit Davis-Cup-Neuling Filip Kraijnovic (ATP 237) an.

Erstmals seit zehn Jahren wieder in den Viertelfinals

Das Schweizer Doppel setzte sich in 3:13 Stunden mit 7:6, 3:6, 7:6 und 6:2 durch und brachte damit das Team von Captain Severin Lüthi erstmals seit 2004 wieder in die Viertelfinals der Weltgruppe. Bereits am Freitag hatten Roger Federer und Stanislas Wawrinka die ersten beiden Punkte geholt, so dass sie sich im Doppel eine Pause gönnen könnten. Der Dübendorfer Michael Lammer gewann in seinem dritten Davis-Cup-Doppel zum dritten Mal und holte dabei jedes Mal den Punkt zum 3:0 für die Schweiz. Zusammen mit dem Baselbieter Marco Chiudinelli gelang dem Schweizer Duo eine äusserst starke und solide Leistung gegen den siebenfachen Grand-Slam-Champion Zimonjic (im Doppel und Mixed) und den 21-jährigen Davis-Cup-Debütanten Krajinovic.

Die Partie war über weite Strecken ausgeglichen. Das Duo Chiudinelli/Lammer behielt in den Tiebreaks in den Sätzen 1 und 3 die Nerven und entschied die Kurzentscheidungen beide klar für sich. Den zweiten Satz sicherten sich die Serben dank einem Break gegen den Aufschlag von Lammer. Der vierte Satz wurde zum Schweizer Schaulaufen. Chiudinelli und Lammer spielten stark, breakten die Serben zweimal und sorgten so für den vorzeitigen Einzug in den Davis-Cup-Viertelfinal.

Auch wenn für die abschliessenden beiden Einzel vom Sonntag (ab 13 Uhr) noch Roger Federer und Stanislas Wawrinka gemeldet sind, ist es sehr wahrscheinlich, dass Marco Chiudinelli und Michael Lammer je zu einem zweiten Einsatz kommen. Das definitive Aufgebot muss erst eine Stunde vor dem Spiel bekanntgegeben werden.

Deutschland und Frankreich weiter, Spanien draussen

Spanien scheidet zum zweiten Mal in Folge bereits in der ersten Runde des Davis Cups aus und muss in die Abstiegsrunde. Ohne Nadal und Ferrer unterliegen die Iberer in Deutschland 0:3.

Ohne seine Spitzenleute kommt auch die Tennis-Grossmacht Spanien auf keinen grünen Zweig. Im Doppel verloren Fernando Verdasco und David Marrero in Frankfurt in vier hart umkämpften Sätzen mit drei Tie-Breaks Philipp Kohlschreiber und Tommy Haas. Damit gingen die Deutschen uneinholbar 3:0 in Führung.

Ebenfalls kurzen Prozess machten die französischen Stars Richard Gasquet und Jo-Wilfried Tsonga mit Australien. Die beiden Top-Ten-Spieler standen im Einzel und Doppel im Einsatz.

Tschechien bereits qualifiziert, Grossbritannien mit guten Chancen

Einen Schritt Richtung Viertelfinals machte Titelverteidiger Tschechien. Das Duo Tomas Berdych/Radek Stepanek gewann gegen die Holländer Robin Haase und Jean-Julien Rojer im 16. gemeinsamen Davis-Cup-Einsatz zum 15. Mal, musste aber vier Sätze lang hart kämpfen. Die Tschechen führen nun vor den letzten beiden Einzeln 2:1.

Einen Meilenstein schaffen könnte Grossbritannien in San Diego. Nach dem ersten Tag führten die Briten gegen die USA 2:0. Selbst wenn sie den entscheidenden dritten Punkt im Doppel gegen die Bryan-Brüder noch nicht holen konnten, standen die Chancen auf den ersten Sieg in einer Weltgruppenpartie seit 1981 (!) sehr gut. Andy Murray ist auf dem Sandplatz im Baseballstadion in Südkalifornien am Sonntag gegen Sam Querrey klarer Favorit. Sam Ward (ATP 175) holte in der Nacht auf Samstag mit einem Fünfsatzsieg über Querrey (ATP 49) überraschend den zweiten Punkt für die Briten.

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Davis Cup, 1. Runde:

In Novi Sad (Halle): Serbien - Schweiz 0:3. - Ilija Bozoljac u. Roger Federer 4:6, 5:7, 2:6. Dusan Lajovic u. Stanislas Wawrinka 4:6, 6:4, 1:6, 6:7 (7:9). Filip Krajinovic/Nenad Zimonjic u. Marco Chiudinelli/Michael Lammer 6:7 (3:7), 6:3, 6:7 (2:7), 2:6. - Sonntag (13.00 Uhr): Lajovic - Federer, Bozoljac - Wawrinka. - Die Aufstellungen für die Einzel vom Sonntag können bis eine Stunde vor Spielbeginn ohne Angabe von Gründen geändert werden.

In Ostrava (Halle): Tschechien - Holland 2:1 (Zwischenstand). - Radek Stepanek u. Robin Haase 6:3, 4:6, 7:6 (7:4), 2:6, 1:6. Tomas Berdych s. Igor Sijsling 6:3, 6:3, 6:0. Berdych/Stepanek - Haase/Jean-Juljen Rojer 7:5, 1:6, 7:6 (7:2), 7:6 (7:4).

In Tokio (Halle): Japan - Kanada 2:1 (Zwischenstand). - Kei Nishikori s. Peter Polansky 6:4, 6:4, 6:4. Go Soeda u. Frank Dancevic 4:6, 6:7 (2:7), 1:6. Nishikori/Yasutaka Uchiyama s. Dancevic/Daniel Nestor 6:3, 7:6 (7:3), 4:6, 6:4.

In Frankfurt (Halle): Deutschland s. Spanien 3:0. - Philipp Kohlschreiber s. Roberto Bautista Agut 6:2, 6:4, 6:2. Florian Mayer s. Feliciano Lopez 7:6 (8:6), 7:6 (7:4), 1:6, 5:7, 6:3. kohlschreiber/Tommy Haas s. Feranando Verdasco/David Marrero 7:6 (7:5), 6:7 (9:11), 7:6 (9:7), 6:3.

In La Roche-sur-Yon (Halle, Sand): Frankreich - Australien 3:0. - Richard Gasquet s. Nick Kyrgios 7:6 (7:3), 6:2, 6:2. Jo-Wilfried Tsonga s. Lleyton Hewitt 6:3, 6:2, 7:6 (7:2). Gasquet/Tsonga s. Hewitt/Chris Guccione 5:7, 7:6 (7:4), 6:2, 7:5.

In San Diego, Kalifornien (Sand): USA - Grossbritannien 0:2 (Zwischenstand). - Donald Young u. Andy Murray 1:6, 2:6, 3:6. Sam Querrey u. James Ward 6:1, 6:7 (3:7), 6:3, 4:6, 1:6.

In Mar del Plata: Argentinien - Italien 1:1 (Zwischenstand). - Carlos Berlocq s. Andreas Seppi 4:6, 6:0, 6:2, 6:1. Juan Monaco u. Fabio Fognini 5:7, 2:6, 2:6.

In Astana (Halle): Kasachstan - Belgien 2:1 (Zwischenstand). - Mikhail Kukushkin s. Ruben Bemelmans 6:4, 6:7 (3:7), 6:2, 6:3. Andrej Golubew s. David Goffin 7:6 (11:9), 3:6, 4:6, 6:2, 12:10. Kukuschkin/Jewgeni Korolew u. Bemelmans/Olivier Rochus 2:6, 7:6 (7:4), 3:6, 6:7 (4:7). - Kasachstan oder Belgien spielen vom 4. bis 6. April gegen den Sieger der Partie Serbien - Schweiz.

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