Hochsaison in Delhi : Schweiz stellt pro Tag 1000 Visa für Inder aus
Aktualisiert

Hochsaison in Delhi Schweiz stellt pro Tag 1000 Visa für Inder aus

In der Schweizer Visabehörde in Indien herrscht Hochbetrieb: Täglich beantragen 1000 Inder die Einreise in die Schweiz. Verkürzt wird das Warten von Ländlermusik.

von
miw
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Inder, die in die Schweiz einreisen wollen, brauchen ein Visum. So stehen die Gäste aus Südasien nicht nur am Fusse des Titlis an ...

Inder, die in die Schweiz einreisen wollen, brauchen ein Visum. So stehen die Gäste aus Südasien nicht nur am Fusse des Titlis an ...

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... auch im Visazentrum der Schweiz in Delhi herrscht derzeit Hochbetrieb. Der Rekord liegt bei 1780 ausgestellten Visa pro Tag. Von April bis Juni sind es täglich rund 1000 Visa.

... auch im Visazentrum der Schweiz in Delhi herrscht derzeit Hochbetrieb. Der Rekord liegt bei 1780 ausgestellten Visa pro Tag. Von April bis Juni sind es täglich rund 1000 Visa.

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2016 wurden in Delhi insgesamt 107'000 Schweizer Visa vergeben, weit mehr als überall sonst. Bei der Botschaft in Bangkok, die an zweiter Stelle folgt, waren es weniger als 36'000.

2016 wurden in Delhi insgesamt 107'000 Schweizer Visa vergeben, weit mehr als überall sonst. Bei der Botschaft in Bangkok, die an zweiter Stelle folgt, waren es weniger als 36'000.

Keystone/Salvatore di Nolfi

Die Mitarbeiter der Schweizer Botschaft in der indischen Metropole Delhi arbeiten derzeit im Akkord: Von April bis Juni ist der Run auf ein Schweizer Visum riesig. Täglich beantragen rund 1000 Inder eine Einreisegenehmigung für die Schweiz – der Rekord liegt bei 1780 Visa pro Tag.

Wie die NZZ schreibt, werden 80 Prozent dieser Visa für Ferien ausgestellt. Denn gerade jetzt hat das Reisegeschäft in Indien Hochsaison. Studenten, Familien, Paare und ganze Reisegruppen fliehen vor der indischen Hitze, um hier in der Schweiz etwa den Titlis, Interlaken oder die Luzerner Kapellbrücke zu entdecken.

Inder werden mit Ländler beschallt

Um die Touristen auf die bevorstehende Zeit einzustimmen, läuft im Visazentrum in Delhi permanent Ländlermusik. An den Wänden sind die Silhouetten von Matterhorn und Co. zu erkennen, über den Bildschirm flimmern idyllische Landschaftsaufnahmen.

Während die Besucher wohl voller Vorfreude in der Reihe stehen und sich Schweizer Touristiker die Hände reiben, bedeutet dieser Ansturm für die Visabehörde in erster Linie eine Menge Arbeit. Das Personal muss in dieser Zeit auf 36 Mitarbeiter verdoppelt werden. Hierfür werden vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) extra sogenannte Springer nach Nordindien gesandt. Nicht nur Schweizer helfen, den Antrag vor Ort zu bewältigen: Für administrative Aufgaben stellt das EDA auch lokales indisches Personal an.

Erst anstehen fürs Visum, dann für den Titlis

Zwar flaut die Arbeit in den Nebensaisons etwas ab, doch Schweizer Visa sind ganzjährig begehrt: 2016 wurden in Delhi insgesamt 107'000 Schweizer Visa vergeben, weit mehr als überall sonst.

Doch nicht nur auf der Botschaft in Delhi stehen Inder derzeit Schlange. Ein Instagram-Video aus Engelberg zeigt die «Indian Highseason at Titlis» – ein Ansturm unzähliger indischer Touristen, die den Gipfel per Gondel erreichen wollen. Anders als beim Warten in Delhi fehlt hier aber ein lüpfliger Ländler im Hintergrund.

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