Schweiz Tourismus fordert vom Bund 277 Millionen
Aktualisiert

Schweiz Tourismus fordert vom Bund 277 Millionen

Für die kommenden fünf Jahre forderte Schweiz Tourismus vom Bund 277 Millionen Franken. Das sind rund 47 Millionen Franken mehr als in der auslaufenden Vierjahresperiode.

Allein zur Sicherstellung der bisherigen Dienstleistungen brauche die öffentlich-rechtliche Marketingorganisation Schweiz Tourismus wegen der internationalen Inflation 230 Millionen Franken, stellte Präsident Dick Marty am «Tag der Tourismuswirtschaft» fest. Die Branchendachverbände stellten sich am Mittwoch in Bern hinter ein starkes, nationales Tourismus-Marketing.

Zusätzliche 47 Millionen Franken seien nötig, um touristisches Wachstum aus bestehenden und neuen zukunftsträchtigen Märkten zu sichern und um die Qualität der Branche zu steigern. Mit dieser Summe könne vorhandenes Potenzial optimal für die Schweizer Volkswirtschaft erschlossen werden, sagte der freisinnige Tessiner Ständerat Marty an die Adresse des Parlaments.

Der Antrag von Schweiz Tourismus wurde von den Dachorganisationen GastroSuisse, hotelleriesuisse, Schweizer Tourismus-Verband, Seilbahnen Schweiz und dem Verband öffentlicher Verkehr (VöV) in Bern ausdrücklich unterstützt. Die Branche könne die Leistung nicht alleine erbringen. Im Tourismus als grösster KMU-Branche der Schweiz mit 240.000 Beschäftigten sei ein branchenfinanziertes Tourismusmarketing wegen der vielen Betriebe unrealistisch, betonte Schweiz Tourismus. Denn der direkte Nutzen für den Einzelnen sei zu gering, und es fehlten Ausschlusskriterien bei Nichtpartizipation. Wegen dieses Marktversagens investierten ausnahmslos alle führenden Tourismusnationen umfassend in ein nationales Tourismusmarketing.

Schweiz Tourismus erfüllt heute ihre Aufgabe mit einem jährlichen Budget von 73 Millionen Franken (2003), wobei der Bund 60 Prozent und die Branchen- und Wirtschaftspartner 40 Prozent finanzieren. In der ablaufenden Vierjahresperiode hatte Schweiz Tourismus vom Bund rund 200 Millionen Franken erhalten.

Die Organisation erinnert, dass jeder zweite Gast und mehr als jeder zweite Franken von ausländischen Touristen ausgegeben würden. Der Tourismus in der Schweiz habe unbestritten Zukunft. Erlebnisdichte und Erlebnisattraktivität seien einzigartig. Die World Tourism Organisation (WTO) sage für die Schweiz bis 2010 ein jährliches Wachstum von 1,8 Prozent an internationalen Ankünften voraus. (dapd)

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