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Schweiz Tourismus mit Homo-Offensive

Mit einer Hochglanzbroschüre wirbt Schweiz Tourismus bei Homosexuellen in England und den USA für die Schweiz als Schwulendestination. Gelockt wird etwa mit dem Arosa Gay Festival.

«A warm welcome to Switzerland»: So charmant umgarnt Schweiz Tourismus Schwule und Lesben in Grossbritannien und den USA. Lust auf einen Trip ins Ländchen sollen 205000 Hochglanz-Broschüren wecken. «Die meisten haben wir englischen und amerikanischen Schwulenzeitschriften beigelegt», sagt Daniela Bär von Schweiz Tourismus, «weitere werden an der Gay Pride in London verteilt.»

Im 32-seitigen Heft werden die rosa Seiten der Eidgenossenschaft betont: Zürich als «Gay capital of Switzeland» etwa oder Bern mit seinen «Capital Boys and Babes». In der Bundesstadt wird insbesondere eine Stippvisite ins Marzilibad empfohlen, das im Sommer zum «Hotspot» für Gay Boys werde.

Für Schweiz Tourismus sind Homosexuelle eine wichtige Zielgruppe: «Oft sind es kinderlose Doppelverdiener, die dreimal so häufig reisen wie der Durchschnittsbürger», so Bär.

Kritisch sieht dies EVP-Präsident Ruedi Aeschbacher: Er finde es problematisch, «wenn mit Bundesgeldern ein Bild von der Schweiz als Schwulenmekka gezeichnet wird.»

Reza Rafi

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