Täschligate: Schweiz Tourismus: «Unser Tweet war dumm»
Aktualisiert

TäschligateSchweiz Tourismus: «Unser Tweet war dumm»

Tourismus-Chef Jürg Schmid gibt sich selbstkritisch: Die Reaktion auf «Täschligate» sei völlig überstürzt und schlichtweg dumm gewesen. Markenexperten nehmen die Organisation hingegen in Schutz.

von
ram

Kaum war der Fall Oprah Winfrey im In- und Ausland bekannt geworden, schon entschuldigte sich eine Mitarbeiterin von Schweiz Tourismus via Twitter bei der US-Talkmasterin: «Wir schäumen vor Wut, diese Person hat sich dermassen falsch verhalten.»

Nun entschuldigt sich wiederum Jürg Schmid, Direktor der Organisation, für den Tweet – und zwar mit ungewohnt deutlichen Worten. «Wir haben uns zu einem Thema geäussert, das uns nichts angeht», so der 50-Jährige im «Sonntagsblick». Zudem sei auch die Tonalität des Kommentars daneben gewesen. «Unser Tweet war falsch und schlichtweg dumm.» Die Angestellte habe in der Hitze des Gefechts kopflos agiert.

Ganz anders sieht dies der Markenspezialist Roland Bernhard, der Unternehmen in ihrer Digitalstrategie berät. «Schweiz Tourismus hat mit ihrem Tweet aus der Hüfte geschossen und damit intuitiv das Richtige getan», sagt er in der «NZZ am Sonntag». «Gerade in den USA gilt: Wer seine Marke schützen will, muss sich sofort entschuldigen.» In einer zweiten Reaktion könne man dann immer noch sachlich argumentieren, zum Beispiel ein Missverständnis geltend machen oder Fakten richtigstellen.

Deine Meinung