Aktualisiert 03.06.2011 07:13

Vor England-SpielSchweiz tritt wohl mit Behrami und Xhaka an

Die Schweizer Nationalmannschaft flog am Donnerstag nach England in eine neue Zukunft ab. Setzt Trainer Hitzfeld auf ein 4-2-3-1-System, scheinen Behrami und Xhaka die Gewinner zu sein.

Die Woche der Vorbereitung auf das samstäglich EM-Qualifikationsspiel gegen Favorit England hatte mit einigen Fragezeichen begonnen. Nationalcoach Ottmar Hitzfeld hatte einen Systemwechsel angekündigt. An den Details wurde von Dienstag bis Donnerstag in Freienbach gearbeitet.

Nach dem letzten Training auf Schweizer Boden am Donnerstagmorgen scheinen zwei der wichtigsten Fragen beantwortet. Die Schweiz wird im Wembley mit einem 4-2-3-1 antreten, und Hitzfeld wird im zentralen Mittelfeld neben Captain Gökhan Inler aller Voraussicht nach auf Valon Behrami und nicht auf Blerim Dzemaili setzen. Im Zentrum hatte Behrami schon einmal, im Frühjahr 2010 im WM-Test gegen Uruguay, gespielt. Sein Auftritt damals war überzeugend. Hitzfeld beliess den Kosovo-Tessiner gleichwohl auf der rechten Seite der Vierer-Mittelfeldreihe.

Noch nicht abschliessend beantwortet wurde die Frage nach der Besetzung der Position hinter den Spitzen. Aber alles deutet daraufhin, dass Granit Xhaka, der 19-jährige FCB-Aufsteiger der letzten Monate und U17-Weltmeister von 2009 Xavier Margairaz vom FC Zürich vorgezogen wird.

Der 19-jährige FCB-Mittelfeldspieler ist einer der Aufsteiger der letzten Monate. Dass er im U17-Weltmeister von 2009 nicht nur einen Ergänzungsspieler sieht, machte Hitzfeld schon bei Bekanntgabe des Aufgebotes klar: «Xhaka war im Klub ein gleichwertiger Ersatz für Huggel oder Yapi. Für sein Alter zeigte er im Frühjahr grossartige Leistungen.»

Hitzfeld ist kein Trainer, der öffentliche Lobeshymnen im Überfluss von sich gibt. Er wählt seine Wort immer mit Bedacht. Deshalb liegt die Vermutung nahe, dass Xhaka schon bald eine feste Grösse in der A-Nationalmannschaft sein könnte.

Alternative Margairaz

Der Neuenburger Margairaz war im September 2010 bei der 1:3-Heimniederlage gegen England einer der grössten Verlierer im Schweizer Team. Auf der rechten Seite war er eine Fehlbesetzung, Hitzfeld nahm in der Pause aus der Mannschaft. Seither stand Margairaz nie mehr in der Startformation,

Doch Margairaz hat im offensiven zentralen Mittelfeld durchaus seine Qualitäten. Auch wenn er sagt, dass er beim FCZ auch viele defensive Aufgaben übernehmen müsse. Margairaz: «Ich bevorzuge eine eher offensive Position im Zentrum.»

(si)

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