Nach Einigung mit Italien: Schweiz unterzeichnet Steuerabkommen

Aktualisiert

Nach Einigung mit ItalienSchweiz unterzeichnet Steuerabkommen

Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf und der italienische Finanzminister Pier Carlo Padoan haben das Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen.

Der italienische Finanzminister Pier Carlo Padoan und Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf in Mailand.

Der italienische Finanzminister Pier Carlo Padoan und Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf in Mailand.

Die Schweiz und Italien haben am Montagnachmittag das Doppelbesteuerungsabkommen sowie eine Roadmap für die Weiterführung des Finanz- und Steuerdialogs unterzeichnet. Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf sprach von einem bedeutenden Tag für die bilateralen Beziehungen der Schweiz mit Italien.

Die Schweiz und Italien wollen damit die Regularisierung von unversteuerten Geldern erleichtern, bevor der automatische Informationsaustausch 2017 in Kraft tritt.

Klare Richtschnur für die Schweiz

Die beiden Länder hatten eine Einigung bereits Ende Dezember paraphrasiert – im Januar teilte sie dann Staatssekretär Jacques de Watteville der Öffentlichkeit mit. «Heute ist ein bedeutender Tag für die bilateralen Beziehungen zwischen Italien und der Schweiz», sagte Bundesrätin Widmer-Schlumpf.

Die Roadmap biete eine klare Richtschnur für die Schweiz, um künftig in Steuerfragen nicht mehr auf einer schwarzen Liste Italiens zu stehen. Die neue Besteuerung italienischer Grenzgänger werde dem Kanton Tessin «erhebliche Erleichterung verschaffen», sagte Widmer-Schlumpf im Anschluss an die Unterzeichnung vor Medienvertretern.

Ähnliches Abkommen mit Liechtenstein

Der italienische Finanzminister Pier Carlo Padoan stellte die historische Bedeutung des Abkommens heraus: «Vor der Finanzkrise war eine solche Übereinkunft zwischen unseren Ländern noch undenkbar».

Italien werde ein ähnliches Abkommen am 26. Februar auch mit dem Fürstentum Liechtenstein unterzeichnen. Das in Italien verabschiedete Voluntary Disclosure schaffe neue Transparenz für die gesamte internationale Finanzwelt, sagte Padoan. (sda)

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