Affäre Gaddafi: Schweiz warnt vor Kreuzfahrten nach Libyen
Aktualisiert

Affäre GaddafiSchweiz warnt vor Kreuzfahrten nach Libyen

Die Schweiz hat ihre Warnung vor Reisen nach Libyen präzisiert. Das EDA rät im Falle Libyens neu explizit auch von Kreuzfahrten und vom Flugtransit in dem nordafrikanischen Land ab.

In dem am Montag aktualisierten Reisehinweis rät das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) im Falle Libyens neu explizit auch von Kreuzfahrten und vom Flugtransit in dem nordafrikanischen Land ab. Es handle sich lediglich um eine Präzisierung der bisherigen Empfehlung, nicht nach Libyen zu reisen, sagte ein EDA-Sprecher auf Anfrage.

Unverändert wird in dem Hinweis im Internet auf die politischen Spannungen zwischen Libyen und der Schweiz hingewiesen, die durch die vorübergehende Verhaftung von Hannibal Gaddafi im Juli 2008 in Genf ausgelöst worden waren. Diese Spannungen dauerten weiter an. Die libyschen Behörden hätten mit Massnahmen gegen schweizerische Personen und Unternehmen in Libyen reagiert, zum Beispiel mit der Festnahme von Schweizer Bürgern und der Behinderung der Geschäftstätigkeit. Der Bundesrat hatte am vergangenen Donnerstag nach einer Klausursitzung den Ton gegenüber Libyen verschärft. Aussenministerin Micheline Calmy-Rey warf dem Gaddafi-Regime vor, die beiden seit Juli 2008 an der Ausreise gehinderten Schweizer Geschäftsleute gekidnappt zu haben.

(dapd)

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