Protest gegen Massaker: Schweiz weist syrische Botschafterin aus
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Protest gegen MassakerSchweiz weist syrische Botschafterin aus

Nach anderen Ländern reagiert auch die Schweiz auf das jüngste Massaker in Syrien. Das Aussendepartement hat die Botschafterin für die Schweiz zur «Persona non grata» erklärt.

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mdr/sda
Für Bern eine «persona non grata»: Die syrische Botschafterin für die Schweiz, Lamia Chakkour.

Für Bern eine «persona non grata»: Die syrische Botschafterin für die Schweiz, Lamia Chakkour.

Die Schweiz protestiert gegen das Vorgehen Syriens. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat am Dienstag entschieden, die syrische Botschafterin für die Schweiz zur «persona non grata» zu erklären. Der Entscheid sei Syrien mit einer diplomatischen Note mitgeteilt worden, heisst es beim EDA auf Anfrage. Die Botschafterin Lamia Chakkour ist hierzulande akkreditiert, hat ihren Sitz aber in Paris.

Mit diesem Schritt protestiere die Schweiz gegen systematische Verletzung von Uno-Resolutionen und die fehlende Umsetzung des 6-Punkte-Plans von Kofi Annan, schreibt das EDA. Den Botschafter zur unerwünschten Person zu erklären, gehört zu den schärfsten diplomatischen Massnahmen. Bereits am Sonntag hatte die Schweiz das Massaker in Hula verurteilt und eine unabhängige Untersuchung verlangt.

Zeichen gegen Massaker

Mit ihrem Schritt ist die Schweiz nicht alleine. Mehrere Staaten haben am Dienstag die syrischen Botschafter ausgewiesen. Dazu gehören Deutschland, Frankreich, Italien und Grossbritannien in Europa, die USA, Australien und Kanada in Übersee. Die Länder wollen mit dem Abbruch der Beziehungen zu Syrien ein Zeichen gegen das Massaker in Hula setzen.

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