Aktualisiert 09.12.2007 17:41

Schweiz wird tief eingeschneit

Bereits liegen für die Jahreszeit anderthalb bis zwei Mal mehr Schnee als im langjährigen Durchschnitt. MeteoSchweiz warnt bis Dienstagabend vor starkem Schneefall.

Eine für die Jahreszeit typische Westwindlage hat am Wochenende für sehr abwechslungsreiches Wetter gesorgt, wie ein Meteorologe von MeteoSchweiz auf Anfrage sagte. Erneut dicker geworden ist die Schneedecke: Seit Freitag fielen beispielsweise auf der Grimsel weitere 30 bis 40 Zentimeter Schnee, so dass dort inzwischen auf knapp 2.000 Metern bereits 1,30 Meter Schnee liegen. Ähnlich präsentiert sich die Schneelage an anderen Orten. Die Messstation Weissfluhjoch ob Davos auf rund 2.500 Metern zeigt eine Gesamtschneehöhe von ebenfalls knapp 1,30 Meter an. Bei der Station Bernina Hospitz auf 2.307 Metern im Bündnerland liegen 1,28 Meter Schnee, in Ovronnaz im Unterwallis auf 1.950 Metern wurden 1,10 Meter Schnee gemessen. Tüchtig eingeschneit ist auch das Lötschental, wo in Blatten auf gut 1.500 Metern breits 65 Zentimeter Schnee liegen. Die aktuellen Schneehöhen entsprechen laut MeteoSchweiz etwa dem anderthalbfachen oder sogar dem zweifachen der langjährigen Durchschnittswerte.

Mit starken Winden wird sich die Schneesituation zum Wochenbeginn verschärfen. MeteoSchweiz warnte am Sonntagabend vor Starkschneefall. Bis Dienstagabend werden in den westlichen Walliser Alpen 40 bis 70 Zentimeter und lokal über 80 Zentimeter Neuschnee erwartet. In den Waadtländer und Freiburger Alpen dürften es 60 bis 80 Zentimeter sein. Noch etwas unsicherer sind die Schneemengen für Dienstag. Dann könnte es sogar bis ins Flachland herunterschneien. Auf Montag erwarteten die Meteorologen stürmische Westwinde mit Geschwindigkeiten von 70 bis 100 Kilometer pro Stunde (km/h). Für Montagnachmittag wurden noch Böenspitzen von 50 bis 70 km/h angekündigt. Im Verlaufe des Dienstags dürfte der Wind auf Nord drehen, aber nach wie vor Spitzen von 50 bis 60 km/h erreichen.

Im Hinblick auf die weiteren Schneefälle warnte das Eidgenössische Institut für Schnee- und Lawinenforschung für Montag vor einer teilweise erheblichen Lawinengefahr für weite Teile der Alpen. Im Tagesverlauf wurde sogar noch ein weiterer anstieg der Lawinengefahr erwartet. So könnte im Trientgebiet und in Champex bei ergiebigen Schneefällen am Montagnachmittag sogar die zweithöchste Gefahrenstufe erreicht werden. Am Dienstag wurde im Norden mit einem weiteren Anstieg der Lawinengefahr gerechnet. (dapd)

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