Agent Orange: Schweizer Ärzte im Kampf gegen das Vergessen
Aktualisiert

Agent OrangeSchweizer Ärzte im Kampf gegen das Vergessen

Während des Vietnamkriegs verprühten US-Truppen das Entlaubungsmittel Agent Organge. Noch heute kommen aus diesem Grund schätzungsweise 3500 Kinder pro Jahr mit schweren Behinderungen zur Welt.

Daniel Hueskes und Claude Müller beim Massnehmen für eine Beinprothese. (Bild: SF)

Daniel Hueskes und Claude Müller beim Massnehmen für eine Beinprothese. (Bild: SF)

Auch 35 Jahre nach Kriegsende ist das Entlaubungsmittel mit dem Codenamen «Agent Orange» eine schwere Bürde für die Bevölkerung. Schätzungsweise 3500 Kinder werden jährlich mit massiven körperlichen und geistigen Behinderungen geboren, die auf das Gift zurückzuführen sind.

Der Orthopädietechniker Daniel Hueskes und der Chirurg Claude Müller reisen seit 2003 zweimal pro Jahr nach Vietnam, um der dritten Generation der Agent-Orange-Opfer neue Hoffnung zu geben. Die beiden Schweizer bezeichnen ihr Engagement als Tropfen auf den heissen Stein. Doch sie haben in Vietnam schon Hunderte von körperlich behinderten Kindern operiert. Und sie leisten wichtige Hilfe zur Selbsthilfe, indem sie ihre Fachkenntnisse an einheimische Orthopädie-Techniker und Ärzte weitergeben.

Bruno Amrein begleitete die beiden für die Sendung «Reporter» (siehe Box) auf einer ihrer Reisen zu den vergessenen Kindern.

TV-Tipp:

«Vergiftet und vergessen - Schweizer Orthopäden helfen Kriegsopfern in Vietnam» aus der Reihe «Reporter», heute (Mittwoch) um 22:20 Uhr auf SF 1.

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