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Schweizer Aktien rutschen in die Verlustzone ab

Die Schweizer Aktien sind am Dienstag nach einem freundlichen Verlauf im späten Handel in die Verlustzone abgerutscht.

Händler sagten, zunächst hätten technische Faktoren, der Dollar und der Ölpreis noch geholfen. Doch im Verlauf sei der Ölpreis wieder gegen 50 Dollar je Fass gestiegen und der Dollar erneut auf ein Mehrjahrestief gefallen. «Und sofort gingen auch die Aktienkurse zurück», sagte ein Händler.

Die Umsätze und Aktivitäten wurden meist als bescheiden beschrieben. Da am Donnerstag in den USA der Feiertag Thanksgiving begangen werde, dürfte das Geschäft eher ruhig bleiben.

Der Swiss Market Index (SMI) erreichte bei 5602 Zähler das Tageshoch und notierte zu Handelsschluss um 0,65 Prozent niedriger bei 5525,8 Punkten. Der breite Swiss Performance Indes (SPI) schloss 0,56 Prozent tiefer auf 4105,18 Punkten.

Emmis Börsengang stösst auf Interesse

Der Börsengang von Emmi, der vierte im laufenden Jahr, habe angesichts der ansonsten dünnen Nachrichtenlage einen Grossteil der Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Mit Emmi komme kein neuer Hightechwert auf den Markt, sondern die Aktie eines soliden und profitablen Unternehmens, sagten Händler.

Die Aktie dürfte aber kaum zum Highflyer werden. «Emmi wird nicht bei 200 Fr. eröffnen. Aber die Aktie hat das Potenzial in zwei Jahren dahin zu gehen», sagte einer.

Die beiden Pharmaschwergewichte rutschten mehr und mehr ins Minus ab. Roche fielen bis Börsenschluss um 1,3 Prozent und Novartis um über ein Prozent. Nestlé schlossen 0,2 Prozent schwächer.

Zunehmend schwächer entwickelten sich auch die Finanzwerte. Vor allem die Banken hätten die positiven Vorgaben aus dem Ausland nicht übernehmen können und gaben nach. Dort hatten Fusionsspekulationen und neuerliche Sparpläne bei deutschen Banken geholfen.

Uneinheitliche Versicherungen

Unter den Versicherungen notierten bis Handesschluss Swiss Re 0,3 Prozent und Zurich rund 0,9 Prozent schwächer. Deutliche Gewinne erzielten Converium, die um 2,44 Prozent stiegen.

Richemont wurde von UBS zurückgestuft. Die Aktie sank knapp zwei Prozent. Swatch, die am Vortag unter Umstufungen und dem starken Franken gelitten hatten, büssten erneut beinahe 0,9 Prozent ein. Auch der meist freundliche Trend bei den zyklischen Werten wich einer uneinheitlichen Tendenz.

Holcim gewannen bis Handelsschluss 0,6 Prozent. Der Zementkonzern wies Vorwürfe wegen möglicher Preisabsprachen im Zusammenhang mit dem Bau der Eisenbahn-Alpentransversale NEAT zurück. «Holcim Schweiz ist überzeugt, dass sie sich wettbewerbskonform verhalten hat,» sagte ein Holcim-Sprecher.

Sika stiegen bei guten Umsätzen über 1,9 Prozent auf 690 Franken. Auch einige andere baunahe Werte zeigten sich fester. So legten Geberit 2,2 Prozent zu, Zschokke stiegen rund 0,5 und Arbonia Forster rund 0,4 Prozent.

(sda)

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