Schweizer Aktien rutschen ins Minus
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Schweizer Aktien rutschen ins Minus

Die Schweizer Aktien sind am Montag nach anfänglichen Gewinnen in die Verlustzone gerutscht. Händler sprachen von einem lustlosen und umsatzarmen Geschäft.

«Es war nichts los. Die Umsätze sind wie abgestellt», sagte ein Händler und verwies auf die anhaltende Verunsicherung der Marktteilnehmer. Vor dem am Donnerstag anstehenden Zinsentscheid der US-Notenbank dürfte sich das Geschäft wegen der wieder gestiegenen Zinsängste kaum mehr beleben, hiess es.

Der Blue Chip-Index SMI sank um 0,3 Prozent auf 7463,63 Punkte. Der breite Swiss Performance Index (SPI) ermässigte sich um 0,25 Prozent auf 5811,92 Zähler.

Neue Spekulationen um Serono

Die grössten Kursgewinne verbuchten Serono mit plus zwei Prozent. Händler erwähnten die positive Studie mit dem Präparat TACI-Ig gegen rheumatoide Arthritis. Aber auch auf einen Bericht in der britischen Zeitung «Independent on Sunday», der Biotechnologiekonzern erwäge Akquisitionen für über 10 Mrd. Dollar, wurde verwiesen.

Als mögliche Kandidaten wurden Shire, Genman, Actelion und Basilea genannt. Serono lehnte einen Kommentar dazu ab. Actelion sanken um 1,4 Prozent und Basilea gewannen 1,9 Prozent.

Novartis gaben anfängliche Gewinnen wieder ab und gingen unverändert aus dem Handel. Roche verloren ein halbes Prozent. Syngenta sackten 2,6 Prozent ab. Händler führten an, dass sich die deutsche BASF negativ zum Agrarchemiegeschäft geäussert habe. Unter Druck standen auch Adecco, die 3,2 Prozent nachgaben.

Konsoldierung im Assekuranzbereich

In der Versicherungsbranche geht die Konsolidierung weiter. Die italienische Generali will für 3,85 Mrd. Euro Toro Assicurazioni übernehmen. Dadurch könnte die Spekulation, Generali wolle Swiss Life übernehmen, an Gewicht verlieren.

Allerdings habe Generali auch gesagt, sich nun nach Übernahmezielen im Ausland umsehen zu wollen. «Damit blieben Swiss Life und Bâloise doch im Rennen», sagte ein Händler. Swiss Life und Bâloise waren jeweils 0,1 Prozent fester. Swiss Re gaben ein 1,1 Prozent auf 83,15 Fr. nach.

Auch die Banken rutschten im Verlauf mehrheitlich in die Verlustzone. Nach Bioxell am vergangenen Donnerstag gab mit Burckhardt Compression ein weiteres Unternehmen sein Börsendebüt. Burckhardt, die zu 85 Fr. und damit am unteren Ende der Preisspanne für das IPO ausgegeben wurden, schlossen mit 93 Franken.

Holcim verloren 1,3 Prozent. Der Zementkonzerns übernimmt den US- Baustoffhersteller Meyer Material für 231 Mio. Dollar. SEZ schnellten 7,1 Prozent hoch. Der Halbleiter-Ausrüster hat in den vergangenen Wochen mehr als ein Dutzend Bestellungen für seine Da Vinci-Anlagen erhalten. Im Sog von SEZ gewann auch Micronas 2,8 Prozent.

Carlo Gavazzi zogen dank Jubiläumsdividende und positiver Marktstimmen 7,5 Prozent an. Gurit gewannen 4,5 Prozent auf 710,50 Franken. Die Aktien habe im Zusammenhang mit der Abspaltung von Medisize und deren Börsendebüt am Freitag zu 95 Fr. viel verloren, sagte ein Händler. Medisize sanken um 5,4 Prozent auf 88 Franken.

(sda)

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