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Schlägereien Schweizer an der Wiesn ausser Rand und Band

Zwei Schweizer schlugen am Münchner Oktoberfest unabhängig voneinander über die Stränge: Einer streckte mit einem Masskrug einen Mann nieder, ein anderer legte sich mit der Polizei an.

von
num
Am Oktoberfest fliesst das Bier in Strömen  zwei Schweizer hatten offenbar zu viel davon erwischt.

Am Oktoberfest fliesst das Bier in Strömen zwei Schweizer hatten offenbar zu viel davon erwischt.

Am Samstagabend um 20.45 Uhr geriet ein 27-jähriger Schweizer mit einem 44-jährigen Münchner am Oktoberfest in Streit. Dieser artete so aus, dass der Schweizer dem Mann mit seinem Masskrug gegen den Kopf schlug. Sein Opfer erlitt eine Platzwunde am Kopf und musste ärztlich versorgt werden.

Der Schweizer musste eine Sicherheitsleistung bezahlen und wurde nach Beendigung der polizeilichen Massnahmen wieder entlassen.

22-Jähriger rastet aus

Die Polizei hatte zuvor gegen 18 Uhr mit einem anderen Schweizer Ärger. Der 22-Jährige hatte einem 59-jährigen Münchner ins Gesicht geschlagen und wurde von der Einsatztruppe festgehalten. Dabei beleidigte er alle vor Ort befindenden Polizeibeamten und trat laut Polizei ziellos um sich.

Dabei traf er einen 25-jährigen Polizeibeamten und brachte ihn dadurch zu Fall. Dieser verletzte sich leicht am Kopf und erheblich am Knie. Er war im Anschluss nicht mehr dienstfähig.

Platzwunde nach Angriff

Der Schweizer musste gefesselt werden und wurden zur Wiesnwache gebracht – nicht ohne Widerstand zu leisten: Er beleidigte weiter die Beamten und trat schliesslich gezielt in die Kniekehle eines Polizisten, worauf beide zu Boden stürzten. Der Beamte blieb dabei unverletzt, der Schweizer zog sich hingegen eine Platzwunde zu.

Die Beleidigungen setzten sich gemäss Polizei auch nach dem Erreichen der Wiesnwache fort. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde der 22-jährige Schweizer zur richterlichen Vorführung der Haftanstalt überstellt. Die Münchner Polizei schreibt: «Als er dies erfuhr, dehnte er den Kreis der unflätig Beschimpften auch auf die Staatsanwältin aus.»

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