Schweizer Arbeitsmarkt stagniert
Aktualisiert

Schweizer Arbeitsmarkt stagniert

Der Schweizer Arbeitsmarkt zeigt nach wie vor keine Anzeichen des Aufschwungs. Das Beschäftigungsbarometer des Bundesamts für Statistik weist nach einjähriger Stagnation für das erste Quartal 2005 sogar rückläufige Werte auf.

Eine Trendwende wird vorerst nicht erwartet.

Sowohl die Zahl der Erwerbstätigen wie auch jene der Beschäftigten lagen im ersten Quartal 2005 unter dem Vorjahreswert. Bei den Erwerbstätigen machte der Rückgang 0,4 Prozent aus, bei den Beschäftigten 0,2 Prozent. Die Verschlechterung war damit deutlicher, als es Bankökonomen erwartet hatten.

In der Erwerbstätigenstatistik fällt auf, dass die Zahl der erwerbstätigen Schweizer um 1,0 Prozent sank, während jene der Ausländer um 1,5 Prozent zunahm. Die Frauen waren zudem vom Rückgang etwas stärker betroffen als die Männer. Die Beschäftigungsstatistik macht deutlich, dass die Verschlechterung vorab den Industriesektor betraf. Dort sank die Zahl der Beschäftigten innert Jahresfrist um 0,7 Prozent. Im Dienstleistungssektor kam das Wachstum der letzten fünf Quartale zum Stillstand. Saisonbereinigt kam es im Dienstleistungssektor sogar zum ersten Mal seit fast zwei Jahren zu einer negativen Entwicklung. In Vollzeitstellen umgerechnet gingen innert Jahresfrist im sekundären und tertiären Sektor 17.400 Stellen verloren.

17 von 24 Industriebranchen wiesen eine rückläufige Beschäftigung auf. Im Dienstleistungssektor konnte die Hälfte der Branchen hingegen zulegen. Den deutlichsten Rückschlag musste die Wirtschaftsabteilung «Detailhandel; Reparatur von Gebrauchsgütern» mit einem Verlust von 10.400 Stellen hinnehmen. Grösster Wachstumsbereich war das Gesundheits- und Sozialwesen mit 11.800 neuen Stellen.

Der Indikator für die Beschäftigungsaussichten weist zwar eine minime Verbesserung auf. Das BFS sagt für die kommenden Monate aber eine Stagnation voraus. (dapd)

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