Schweizer Armee- detachement bleibt in Medan

Aktualisiert

Schweizer Armee- detachement bleibt in Medan

Das für Hilfseinsätze auf Sumatra im Einsatz stehende Schweizer Armeedetachament bleibt in Medan stationiert.

Die Armeespitze hat sich am Donnerstag gegen eine Verschiebung des Camps auf eine vorgelagerte Insel entschieden, wie Stefan Hofer, Kommunikationschef des Führungsstabs Armee auf Anfrage sagte.

Die Schweizer Einsatzkräfte teilen ihr Camp in Medan mit den französischen Hilfskräften. Diese werden ihr Quartier am kommenden Wochenende aber höchstwahrscheinlich auf die der Provinzhauptstadt Banda Aceh leicht vorgelagerte Insel Sabang verlegen. Die Armeespitze hat nun entschieden, dass das Gros des Schweizer Armeedetachements in Medan bleibt, wie Hofer sagte. Gemäss der ab (morgigem) Freitag angewandten Strategie soll aber jeweils einer der insgesamt drei im Einsatz stehenden Transporthelikopter des Typs Super-Puma nach dem von Medan gestarteten Einsatz in die Provinz Aceh über Nacht in Sabang bleiben. Von dort soll er am darauffolgenden Tag weitere Flüge nach Banda Aceh absolvieren, um danach nach Medan zurückzukehren. Damit würden die Anflüge deutlich kürzer, so liege Sabang nur 30 bis 40 Kilometer von Banda Aceh entfernt. «Die operative Leistung wird um rund 30 Prozent erhöht», sagte Hofer. Der zweite Helikopter soll währenddessen nach seinem Einsatz nach Medan zurückkehren. Der dritte Super-Puma bleibe dabei, wie bei solchen Einsätzen üblich, als Reserve am Boden.

Gemäss Hofer verlief der bisherige Einsatz in dem von der Flutkatastrophe stark betroffenen Gebiet planmässig. Es sei zu keinen Zwischenfällen gekommen. Insgesamt befinden sich 50 Armeeangehörige in Indonesien im Einsatz. Dabei handelt es sich ausschliesslich um Berufsmilitär. Die auf Anfrage des UN-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) angelaufene Hilfsoperation «Suma 05» ist auf drei Monate befristet.

(dapd)

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