Mit der Metro verunfallt: Schweizer Au-pair stirbt in Spanien

Aktualisiert

Mit der Metro verunfalltSchweizer Au-pair stirbt in Spanien

In Madrid ist eine 17 Jahre junge Schweizerin ums Leben gekommen. Sie musste sterben, weil ein U-Bahn-Mitarbeiter protzen wollte.

von
rme
In der Führerkabine der Madrider Metro kamen zwei Menschen ums Leben, darunter eine 17-jährige Schweizerin. Zwei weitere wurden teils schwer verletzt.

In der Führerkabine der Madrider Metro kamen zwei Menschen ums Leben, darunter eine 17-jährige Schweizerin. Zwei weitere wurden teils schwer verletzt.

Plötzlich rumpelt es gewaltig im Metro-Depot Loranca in der spanischen Hauptstadt Madrid. Anstatt anzuhalten, prallt gestern Abend gegen 20 Uhr ein Zug in einen Erdhügel am Ende des Gleises. Die Kabine des Lokführers im vordersten Wagen wird total demoliert.

Am Steuer der Metro sitzt ein 35-jähriger Angestellter der U-Bahn-Gesellschaft. Offenbar will der Mann, der für den Unterhalt des Depots zuständig ist, seiner Familie zeigen, dass er auch Zug fahren kann. Der Mann bezahlt dafür mit seinem Leben. Auch eine 17-jährige Schweizerin stirbt. Sie war beim Paar als Au-Pair-Mädchen beschäftigt. Laut «abc.es» ist ihr Vater ein hoher Beamter, der über den Verlust seiner Tochter bereits informiert wurde.

Die Ehefrau des Lokführers wird beim Aufprall verletzt. Schwer verletzt wird auch der 4-jährige Sohn des Paars, den die Feuerwehr aus dem Wrack befreien muss. Wie es zum Unglück gekommen ist, ob es ein menschlicher Fehler oder ein technisches Problem war, wird derzeit noch abgeklärt.

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