Auftragsmord?: Schweizer auf Philippinen erschossen
Aktualisiert

Auftragsmord?Schweizer auf Philippinen erschossen

Richard R. ist auf den Philippinen getötet worden. Räuber sollen ihn erschossen haben, sagt seine philippinische Frau. Freunde glauben jedoch an einen Auftragsmord.

von
Lorenz Hanselmann
Richard R. mit seiner Frau S. in seinem Haus im Kanton Schwyz.

Richard R. mit seiner Frau S. in seinem Haus im Kanton Schwyz.

Richard R. (70) und seine Frau S.* lebten auf den Philippinen in Saus und Braus. Sie wohnten in der Nähe von Manila in einem Traumhaus, besassen Miethäuser, viel Land sowie diverse Autos und Motorräder. Die Philippina S. hatte einen Chauffeur und drei Hausmädchen. «Sie lebte von Richis Reichtum und protzte gerne damit», sagt Richards guter Freund A.K.* Oft habe sie dicke, goldene Halsketten und an jedem Finger einen Ring getragen.

So auch am späten Nachmittag des 12. Mai. Das Ehepaar sass laut S. draussen, als zwei Männer mit einem Töff vorfuhren, ihr eine Pistole an den Kopf hielten und den Schmuck entreissen wollten. Richard, der kräftige, ehemalige Landwirt, soll die Räuber darauf angegriffen und einem dabei den Arm gebrochen haben. Die Täter hätten ihn dann mit zwei Schüssen ins Bein und in die Brust getötet. Aus­ser S. gibt es keine Zeugen.

Schweizer Freunde von Richard zweifeln an dieser Version der Geschichte. Sie glauben, der Schwyzer sei gezielt umgebracht worden. Das Paar habe in letzter Zeit schlimm gestritten, weil er zurück in die Schweiz habe ziehen wollen, wo er ein Haus, viel Land und teure Oldtimer besass. Nur: «Richi war abhängig von seiner Frau, die das ganze Vermögen verwaltete», so A.K. Laut Freund M.L.* soll er vor kurzem gesagt haben, dass er sich bedroht fühle. Doch sie habe ihm kein Geld fürs Flugticket gegeben. Bruder Ludwig R. kann es nicht fassen: «Richard war so ein lieber Mensch. Es ist eine Tragödie.»

*Initialen geändert

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