Crash in Madrid: Schweizer Aupair steuerte Todes-Metro
Aktualisiert

Crash in MadridSchweizer Aupair steuerte Todes-Metro

Vor einem Jahr starb die 17-jährige Schweizerin Jeanne A. bei einem Unfall in der Madrider U-Bahn. Jetzt ist klar: Sie hatte den Unglückszug selbst gesteuert.

von
rey

Die Schweizerin Jeanne A.* hat die U-Bahn, mit der sie und ein Metro-Angestellter im August 2012 tödlich verunglückt sind, selbst gesteuert. Das geht aus dem Bericht des Madrider Untersuchungsrichters hervor, der 20 Minutes vorliegt. «Zum Zeitpunkt des Unfalls hatte sie die Kontrolle über den Zug», heisst es dort. Der 36-jährige Metro-Angestellte José Manuel P.G.* hatte das 17-jährige Au-Pair an die Steuerung gelassen.

P.G., der bei Metro Madrid Kadermitglied war, nahm Jeanne A. sowie Ehefrau und Sohn am 7. August 2012 auf eine Fahrt in einem Probetunnel mit. Der Zug raste an der Endstation Fuenlabrada gegen einen Hügel. Während P.G. und die Schweizerin getötet wurden, kamen die Ehefrau und der 4-jährige Sohn mit leichten Verletzungen davon.

Die Staatsanwaltschaft entschied nun, die Anklage fallen zu lassen und den Fall abzuschliessen. Man habe zwar die Schuldigen des Dramas gefunden, diese seien jedoch verstorben, sagte ein Sprecher des Gerichts.

*Namen der Redaktion bekannt

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