Aktualisiert 18.12.2008 12:31

GeparktSchweizer Auslandsvermögen stiegen markant

Schweizer Auslandsvermögen sind 2007 markant gestiegen: Die Auslandsaktiven wuchsen um fast eine halbe Billion auf 3,636 Billionen Franken. Grund dafür ist im wesentlichen der Interbankenhandel, der 2007 noch stark zunahm.

Am meisten Schweizer Geld ist in Luxemburg parkiert, wo 174 Mrd. Fr. liegen. Danach rangieren die USA (152 Mrd. Fr.) und Deutschland (133 Mrd. Fr.). Auf diese drei Länder entfallen 40 Prozent der Anlagen. Damit übertreffen sie die Offshore-Finanzplätze in Europa und Lateinamerika, wo 15 Prozent der Beträge lagern.

Die Auslandspassiven stiegen ebenfalls: Erhebungen der Schweizerischen Nationalbank (SNB), die am Donnerstag veröffentlicht wurden, zeigen für 2007 einen Zuwachs von knapp 400 Mrd. Fr. auf 2,922 Billionen Franken an.

Wichtigster Grund für das Anwachsen war der weltweite Interbankenhandel. Im Zuge der 2008 massiv verschärften Finanzkrise gingen die Ausleihungen unter den Geschäftsbanken aber dramatisch zurück.

Wachstum in allen Komponenten

Neben den Interbankenforderungen nahmen alle anderen von der SNB erfassten Komponenten zu: Dazu gehören Kapitalexporte, im Ausland gehaltene Bankguthaben und Portfolioinvestitionen sowie strukturierte Produkte. Ebenfalls aufgelistet sind Beteiligungskapital und Kredite von Unternehmen, bei den Auslandsaktiven sind zudem Währungsreserven der SNB aufgeführt.

(sda)

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