Raggal (A): Schweizer Ballonpilot baut Unfall in Österreich
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Raggal (A)Schweizer Ballonpilot baut Unfall in Österreich

Glück im Unglück für den Thurgauer Ballon-Piloten Hansjörg Keller. In Vorarlberg misslingt eine Landung. Einer von sieben Insassen wurde verletzt.

von
maw
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Der Pilot Hansjörg Keller (69) aus dem Thurgau startete bei guten Wetterbedingungen mit sechs Fahrgästen aus Österreich an Bord zu einem Rundflug mit einem Heissluftballon.

Der Pilot Hansjörg Keller (69) aus dem Thurgau startete bei guten Wetterbedingungen mit sechs Fahrgästen aus Österreich an Bord zu einem Rundflug mit einem Heissluftballon.

Screenshot Youtube
Als der Pilot zur Landung ansetzte, wurde der Ballon von einem Windstoss erfasst.

Als der Pilot zur Landung ansetzte, wurde der Ballon von einem Windstoss erfasst.

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Beim zweiten Bodenkontakt schleuderte es einen 64-jährigen Passagier und den Piloten aus dem Korb.

Beim zweiten Bodenkontakt schleuderte es einen 64-jährigen Passagier und den Piloten aus dem Korb.

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Pilot Hansjörg Keller (69) aus Bottighofen TG startete am Montag bei guten Wetterbedingungen mit sechs Fahrgästen aus Österreich an Bord zu einem Rundflug mit einem Heissluftballon. Die geplante Flugstrecke war das grosse Walsertal. Kurz nach 20.15 Uhr leitete der Pilot in Raggal eine Landung ein. «Ich wollte in einem Hang mit einer rund 45 Grad Neigung landen», sagt Keller. Da der Talwind am Abend immer stärker werde, konnte kein anderer Landeplatz mehr gesucht werden. «Obwohl die Wetterbedingungen angemessen waren, fuhr uns bei der ersten Landung ein Windstoss in den Ballon. Das gab uns sofort wieder Auftrieb», so der Thurgauer Pilot weiter.

Beim zweiten Bodenkontakt habe es einen 64-jährigen Mann und den Piloten aus dem Ballon geschleudert, schreibt die Landespolizeidirektion Vorarlberg in ihrer Mitteilung vom Dienstag. «Ob der Passagier unfreiwillig oder aus Reflex ausstieg und dann auf die Wiese stürzte, ist mir nicht ganz klar, aber die Gewichtsveränderung bekamen wir zu spüren», so Keller. Denn der Ballon hob noch ein weiteres Mal ab.

Hier können sie den genauen Hergang des Vorfalls sehen.

Glück im Unglück

Der Pilot erklärt, da es ihn auch aus dem Korb warf und er den Heissluftballon nicht ziehen lassen konnte, habe er sich selbst in Gefahr bringen müssen. «Ich hielt mich an der Reissleine fest, als es mich raus schleuderte. Wenn ich den Heissluft-Abzug nicht betätigt hätte, wäre der Ballon unkontrolliert gestiegen.» Keller selbst blieb unverletzt, wie er einen Tag nach der Ballonfahrt sagt.

Der aus dem Ballon gefallene Passagier hatte weniger Glück. Ihm wurde laut Angaben der Polizei beim Aufprall am Boden der Arm gebrochen. «Es tut mir sehr Leid. Er ist ein richtig flotter Kerl», sagt Keller bedauernd. Das müsse beim Sturz aus einer Höhe von rund vier Metern auf die Wiese geschehen sein. Trotz den missglückten Landungen hätte laut dem Piloten Schlimmeres passieren können: «Weiter unten im Tal hat es einen See und mehrere Strommasten. Hätten wir Pech gehabt, wären wir erst dort zum Stillstand gekommen.»

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