Schweizer Banken unter Geldwäscherei- Verdacht
Aktualisiert

Schweizer Banken unter Geldwäscherei- Verdacht

Bei der Geldwäscherei- und Steuerhinterziehungsaffäre in Brasilien hat die Justiz neben der UBS auch die zweite Schweizer Grossbank, die Credit Suisse, im Visier.

Bundesrichter Fausto Martin de Sanctis gab am Dienstag (Ortszeit) bekannt, dass sich die Ermittlungen gegen die UBS, die Credit Suisse, deren Tochter Clariden sowie gegen den US-Finanzkonzern AIG richteten. Unter den 19 Verhafteten befinden sich zwei Schweizer. Die UBS hatte am Dienstag bestätigt, dass ein Mitarbeiter der UBS Schweiz während einer Geschäftsreise in Brasilien festgenommen worden sei. Um wen es sich beim zweiten Schweizer handelt, war zunächst nicht bekannt. Laut der brasilianischen Bundespolizei geht es bei den Ermittlungen um den Verdacht, dass die Banken grossen brasilianischen Konzernen bei der Steuerhinterziehung behilflich waren und sich so der Geldwäscherei schuldig machten. Die Polizei hatte am Dienstag Razzien in 44 Betrieben im südlichen Bezirk Sao Paolo und in den nördlichen Bezirken Amazonas und Bahia ausgelöst. Die 19 Verhafteten - zwei Schweizer und 19 Brasilianer - wurden zunächst nicht formell beschuldigt; sie können nach brasilianischem Recht aber auch ohne Anklage während fünf Tagen in Haft behalten werden. Bei den festgenommenen Brasilianern handelt es sich um Unternehmer, Manager und Geldwechsler. Die Polizei beschlagnahmte mehr als vier Millionen Dollar. Der Ring von Bankern und Unternehmern soll monatlich Gelder von umgerechnet mehr als vier Millionen Dollar am brasilianischen Fiskus vorbeigeschleust haben. (dapd)

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