15.01.2015 04:53

Gefahr von Terrorattacken

Schweizer Behörden sind «verstärkt wachsam»

Laut Europol ist die Terrorgefahr in Europa so gross wie nie seit 9/11. Einen Anschlag in der Schweiz schliesst der Bund nicht aus. Konkrete Bedrohungen gebe es jedoch nicht.

von
lüs
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7. Januar 2015
7. Januar 2015

11.20 Uhr: Zwei mit Kalaschnikows bewaffnete und vermummte Täter stürmen ein Gebäude im Herzen von Paris, in dem sich die Redaktionsräume von «Charlie Hebdo» befinden.

12 Menschen sterben, darunter der Zeitungschef Stéphane Charbonnier (Bild), genannt Charb.

12 Menschen sterben, darunter der Zeitungschef Stéphane Charbonnier (Bild), genannt Charb.

Keystone/AP/Michel Euler
Mehrere Personen werden verletzt.

Mehrere Personen werden verletzt.

AFP/Philippe Dupeyrat

Rob Wainwright, Chef der Poizeibehörde Europol, sagt nach den Attentaten von Paris, die Terrorgefahr in Europa sei so gross wie noch nie seit dem 11. September 2001. Er begründet dies damit, dass Tausende Extremisten aus Syrien und dem Irak in ihre europäischen Heimatländer zurückkehren könnten.

Eine Leser-Umfrage von 20 Minuten mit über 14'000 Teilnehmern hat ergeben, dass 49 Prozent damit rechnen, dass auch die Schweiz zum Ziel einer Terrorattacke wird. Stefan Kunfermann, Sprecher des Bundesamt für Polizei (Fedpol), sagt: «Ein Anschlag wie in Paris kann in keinem Land der Welt ausgeschlossen werden.»

«Einwandfreie internationale Zusammenarbeit»

Die Sicherheitslage in der Schweiz habe sich seit den Anschlägen in Frankreich aber nicht verändert: «Den Sicherheitsbehörden liegen derzeit keine Hinweise auf konkrete Bedrohungen gegen die Schweiz vor.»

Auch unabhängig von den Ereignissen in Paris werde die Sicherheitslage laufend überprüft. Und: «Die Sicherheitsorgane sind verstärkt wachsam auf neue Anzeichen.» Die internationale Zusammenarbeit mit den europäischen Geheimdiensten sowie mit Europol und Interpol funktioniere einwandfrei.

Gemäss der 20-Minuten-Umfrage fühlen sich 59 Prozent von den Schweizer Behörden über die Sicherheitslage in der Schweiz ungenügend informiert. Beim Fedpol will man dieses Umfrage-Resultat nicht kommentieren. Kunfermann sagt aber: «Die Sicherheitsbehörden arbeiten sowohl mit nachrichtendienstlichen als auch mit polizeilichen Kanälen und Informationen. Diese sind nicht öffentlich.»

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