03.09.2020 20:02

Teures AboSchweizer bezahlen zu viel für Netflix

In der Schweiz bezahlen Nutzer für ein Netflix-Abo rund 50 Prozent mehr als der globale Durchschnitt. Mehr Filme oder Shows stehen aber nicht zur Verfügung.

von
Dominique Zeier
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Netflix kostet nicht überall auf der Welt gleich viel.

Netflix kostet nicht überall auf der Welt gleich viel.

KEYSTONE
Ausserdem ist das Angebot je nach Land unterschiedlich gross.

Ausserdem ist das Angebot je nach Land unterschiedlich gross.

Comparitech.com
Am wenigsten bezahlt man für Netflix in Brasilien. 

Am wenigsten bezahlt man für Netflix in Brasilien.

Comparitech.com

Darum gehts

  • Netflix-Abos in der Schweiz sind teuer.
  • Laut einer Studie bezahlen Schweizerinnen und Schweizer rund 50 Prozent mehr für ihr Netflix-Abo als der globale Durchschnitt.
  • Auch im Vergleich zum durchschnittlichen nationalen Einkommen landet die Schweiz an erster Stelle der teuersten Netflix-Abos.

Ein Netflix-Abo in der Schweiz kostet zwischen 11.90 und 21.90 Franken pro Monat. Dafür können 4326 verschiedene Filme und Serien geschaut werden – ein schlechter Preis, wie eine Studie der Konsumenten-Website Comparitech zeigt. Denn im Vergleich landete die Schweiz zusammen mit Dänemark ganz am unteren Ende der Liste, was das Preis-Leistungs-Verhältnis bei Netflix angeht.

In der Studie wurde die Anzahl an verfügbaren Netflix-Titeln in 39 Ländern mit den jeweiligen Kosten des monatlichen Abonnements verglichen. Dabei zeigte sich, dass Grossbritannien mit 6122 verfügbaren Shows und Filmen der Spitzenreiter in Sachen Angebot ist. An zweiter Stelle landete Irland mit 6112 Titeln und an dritter Kanada mit 6998.

Wie viel kostet ein Netflix-Titel?

Betrachtet man, wie viel Geld die Nutzer in den jeweiligen Ländern pro Titel bezahlen, steht Brasilien an erster Stelle des Preis-Leistungs-Verhältnisses, dicht gefolgt von Südafrika und Indien. Zwar ist das Netflix-Angebot in Brasilien mit nur 4286 Titeln kleiner als der Durchschnitt, dafür bezahlt man dort nur 0,00093 Dollar (umgerechnet 0,00085 Franken) pro Titel. In Südafrika sind dies 0,00106 Dollar (0,00097 Franken) und in Indien 0,00121 Dollar (0,0011 Franken).

In der Schweiz sieht es anders aus. Mit 4326 Titeln liegt das Schweizer Netflix-Angebot 10,5 Prozent unter dem Durchschnitt. Die Kosten pro Titel sind aber 45 bis 48 Prozent höher als der durchschnittliche Netflix-Nutzer bezahlen muss und liegen bei 0,00302 Dollar (0,0028 Franken) pro Show oder Film. Teurer ist es nur noch in Dänemark. Dort stehen nur 3808 Netflix-Titel zur Verfügung, und die Kosten pro Film oder Show belaufen sich auf 0,00332 Dollar (0,0030 Franken).

Vergleich zum durchschnittlichen Einkommen

Ähnlich sieht es aus, wenn man die Abo-Kosten von Netflix mit dem durchschnittlichen Einkommen pro Land vergleicht. Hier landet die Schweiz allerdings sogar noch vor Dänemark auf dem ersten Platz der teuersten Netflix-Abos. Tatsächlich bezahlen Schweizerinnen und Schweizer je nach Abo nach dieser Metrix 38,7 bis 42,9 Prozent mehr als der Durchschnitt (siehe Bildstrecke).

Brasilien schneidet auch in dieser Auflistung am besten ab. Dort belaufen sich die monatlichen Abo-Kosten von 3,99 Dollar (3.64 Franken) auf rund 75,5 Prozent weniger als der durchschnittliche Netflix-Nutzer. An zweiter Stelle landet Südafrika mit 42,1 Prozent weniger Kosten als der Durchschnitt.

Digital-Push

Wenn du den Digital-Push abonnierst, bist du über News und Gerüchte aus der Welt von Whatsapp, Snapchat, Instagram, Samsung, Apple und Co. informiert. Auch erhältst du Warnungen vor Viren, Trojanern, Phishing-Attacken und Ransomware als Erster. Weiter gibt es Tricks, um mehr aus deinen digitalen Geräten herauszuholen.

So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten rechts auf «Cockpit», dann «Einstellungen» und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Beim Punkt «Themen» tippst du «Digital» an – et voilà!

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211 Kommentare
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1 von 1000

04.09.2020, 22:52

Nur Netflx?!

luku

04.09.2020, 22:05

Zuviel Krankenkasse, alles 15x versteuert, überrissene Gebühren bei Abfallentsorgung (nachweislich), subventionierte schweizer Bauern, die in Deutschland günstig Land pachten, hohe Pensionskassenverwaltungsgebühren...und jetzt noch Netflix...jä neiii!

Leckomio

04.09.2020, 19:52

Hier wo alles so billig ist, glaub ich nicht.