Umfrage: Schweizer bleiben EU-skeptisch
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UmfrageSchweizer bleiben EU-skeptisch

Wenn es um die Europäische Union geht, bleiben die Schweizerinnen und Schweizer auf Distanz. Fast die Hälfte der Bevölkerung ist generell gegen einen Beitritt.

Die EU hat in der Schweiz einen harten Stand: 48,2 Prozent der Schweizer sind laut einer neuen Umfrage generell gegen einen Beitritt, wobei die Deutschschweizer leicht in der Überzahl sind und deutlich mehr Frauen als Männer dieser Meinung sind. Auffallend ist, dass die unter 34-Jährigen noch häufiger als die ältere Generation einen Beitritt ablehnen.

Im Umkehrschluss lässt sich allerdings folgern, dass 41,8 Prozent nicht grundsätzlich gegen einen Beitritt sind: Die Mehrheit (25,3 Prozent) möchte jedoch damit zuwarten, während nur 16,5 Prozent die Schweiz bald in die EU bringen möchten.

Romandie EU-freundlicher

Für einen baldigen Beitritt plädieren deutlich mehr Romands als Deutschschweizer (25,7 gegenüber 13,5 Prozent), die Männer sind dabei in der Mehrheit. Die meisten Befürworter wie Gegner des Beitritts fand das Meinungsforschungsinstitut ISOPUBLIC, das die Umfrage im Auftrag von Reader's Digest durchführte, bei den unter 34-Jährigen.

Fast doppelt so viele Wohlhabende wie wenig Bemittelte befürworten einen baldigen Beitritt, während die Abwartenden in allen Schichten 25 bis 26 Prozent ausmachen. Rund 50 Prozent radikale Gegner findet man ebenfalls in allen Kaufkraftklassen, mit Ausnahme der obersten Schicht (37,4 Prozent).

Bilaterale Abkommen statt EU-Beitritt

Die bisherigen Abstimmungen zu den Beziehungen Schweiz-EU zeigen klar, warum die Schweiz mit bilateralen verfolgt: Die Vorlage über den Beitritt zum EWR scheiterte 1992 mit 50,3 Prozent Nein; die Volksinitiative «Ja zu Europa» für sofortige Beitrittsverhandlungen mit der EU wurde 2001 mit 76,8 Prozent Nein verworfen.

Positiv fielen hingegen die Abstimmungen zu den Bilateralen Abkommen I (67,2 Prozent Ja), zu Schengen/Dublin (54,6 Prozent Ja) sowie zur Ausdehnung der Personenfreizügigkeit auf die zehn neuen EU-Staaten in Ost- und Südeuropa aus (56 Prozent Ja). Auch die Weiterführung des Abkommens zur Personenfreizügigkeit nach 2009 und dessen Ausdehnung auf die neuen EU-Länder Bulgarien und Rumänien wurde im Februar 2009 mit 59,6 Prozent Ja angenommen. (sda)

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