Schweizer Börse geht ab wie die Silvesterraketen
Aktualisiert

Schweizer Börse geht ab wie die Silvesterraketen

Die Schweizer Börse ist nach dem Rekordjahr 2006 auch fulminant ins neue Jahr gestartet. Der SMI übertrifft erstmals die 8900-Punkte-Grenze. Der breite Swiss Performance Index (SPI) knackte erstmals die Marke von 7000 Punkten.

Der SPI schloss 1,49 Prozent höher auf dem Rekordwert von 7032,74 Punkten. Auch der Swiss Market Index (SMI) der Schwergewichte erreichte im Handelsverlauf mit 8921,95 den höchsten Stand aller Zeiten. Zum Schluss notierte der SMI 1,53 Prozent höher auf 8920,17 Punkten.

Das Geschäft sei aktiv und die Umsätze ansprechend gewesen. Händler sprachen von einer starken Beteiligung des Berufshandels. Die positive Entwicklung im Ausland habe die Schweiz mitgezogen. Die diversen US-Konjunkturdaten hätten den Trend nicht gebremst.

Ob die Gewinne nun weiter ausgebaut werden könnten, hänge davon ab, ob Neugelder in den Markt fliessen würden. Tendenziell sei dies zu Jahresanfang zu erwarten. Wegen des hohen Niveaus sei aber auch eine gewisse Vorsicht angebracht.

UBS nach oben ausgebrochen

Den grössten Beitrag zum Anstieg des SMI leisteten UBS, die um 2,5 Prozent auf 75,90 Fr. stiegen. Händler sagten, die Aktie sei nach oben ausgebrochen und werde zudem aus dem Ausland stärker nachgefragt.

Daneben konnten die Holcim-Aktien mit 2,6 und Nobel Biocare mit 2,8 Prozent deutliche Gewinne verbuchen. Nobel Biocare seien wie UBS und Zurich aus charttechnischen Gründen nachgefragt worden. Zudem zählten Nobel zu den SMI-Werten, die wegen der sehr geringen Performance im Vorjahr noch Potenzial hätten. Zurich wiederum zähle so oder so zu den günstigsten SMI-Werten. Sie gewannen 1,3 Prozent.

Auch die schwer gewichtigen Pharmawerte zeigten sich in guter Verfassung. So gewannen die Titel von Roche 2,3 und von Novartis 1,7 Prozent. Nestlé hinkten da mit einem Kursplus von einem halben Prozent beinahe schon hinter.

Schlatter fast 11 Prozent im Plus

Bei den Nebenwerten lag mit Schlatter eine «Turnaround-Geschichte» gut im Markt. Die Aktie schnellte bis Schluss um fast elf Prozent nach oben. Käufe zweier auf Nebenwerte spezialisierter Häuser und ein positiver Bericht in einem Anlegermagazin dürften geholfen haben, hiess es.

Die Titel von Arbonia Forster schlossen 2,4 Prozent im Plus. Der Konzernchef hatte die Aussichten als positiv bewertet. Börsenneuling Meyer Burger und Schulthess profitierten weiter von den hohen Ölpreisen und stiegen elf beziehungsweise knapp sechs Prozent.

Bei Tecan und CA St. Gallen führten Händler angesichts der Kursanstiege Übernahmespekulationen ins Feld. Mit sehr grossen ausserbörslich gehandelten Blöcken fielen Bank Bellevue, die ehemalige Swissfirst, auf. Die Aktie gewann ein Prozent.

Panalpina gewannen vier Prozent. Die Aktie des Logistikkonzerns dürfte von einem positiven Interview vom Wochenende profitieren. Zudem unterstützten Übernahmespekulationen den Titel ebenfalls. Ypsomed legten rund vier Prozent zu. Die Investoren spekulierten auf einen Rückzug des Unternehmens von der Börse. (dapd)

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