Schweizer Börse schliesst erneut auf Rekordstand

Aktualisiert

Schweizer Börse schliesst erneut auf Rekordstand

Die Schweizer Börse hat am Freitag im späten Geschäft ins Plus gedreht und auf einem neuen Rekordstand geschlossen. Für den Stimmungswandel sorgte das überraschend auf ein Dreijahreshoch gestiegene US-Konsumentenvertrauen im Januar.

Zuvor herrschte über weite Strecken kein klarer Trend. Auch dass sich die US-Aktienmärkte trotz Kursverlusten der Schwergewichte IBM, GE oder Apple behaupten konnten, half der Börse im Schlussgeschäft.

«Das Auf- und Ab des Marktes zeigt die Verunsicherung und wie nervös die Leute sind», sagte ein Händler. Trotz meist guter Jahresabschlüsse wollten die Investoren die Zahlen für das erste Quartal abwarten, um zu sehen, wie die Aussichten der Firmen wirklich seien.

Der Standardwerteindex SMI sank bis auf 9054,28 Punkte und schloss schliesslich um 0,61 Prozent höher auf dem neuen Allzeithoch von 9155,12 Zählern. 19 der 26 Blue Chips legten zu und 5 schwächten sich ab. Der breite SPI stieg um 0,49 Prozent auf 7232,38 Punkte.

Im Rampenlicht standen weiter die Aktien der Unternehmen, die Gegenstand von Spekulationen sind oder die im Vorjahr massiv gestiegen waren. In ABB, Ascom, Oerlikon, Sulzer, Georg Fischer, Rieter und Schweiter kam es zu Gewinnmitnahmen. Aber auch die Gewinner Ölpreishausse wie Petroplus, Meyer Burger oder Schulthess schwächten sich ab.

Chemiewerte beliebt

Zu den Gewinnern zählten dagegen die Chemiewerte Clariant und Ciba, die von den tieferen Ölpreisen und sich hartnäckig haltenden Übernahmespekulationen profitierten und jeweils über ein Prozent anzogen. Bei Lonza setzten die Händler darauf, dass in der kommenden Woche anstehende Ergebnis 2006 sehr gut ausgefallen ist. Lonza stiegen um 1,1 Prozent.

Micronas gewannen 5,8 Prozent. Technische Faktoren und Deckungskäufe halfen dem Titel. Kaba verloren 2,8 Prozent. Der Titel wurde ex Nennwertrückzahlung gehandelt.

Straumann büsst ein

Unter Druck standen Straumann, die um 1,8 Prozent sanken. Die US- Arzneimittelbehörde FDA hat mehrere Produkte einer schwedischen Tochterfirma des Zahnimplantate-Herstellers wegen Qualitätsbedenken mit einem Importstopp belegt.

Die Aktien von Straumann-Konkurrent Nobel Biocare legten 2,2 Prozent zu. Oridion verloren 2,4 Prozent. Die Medizintechnikfirma rechnet mit einem negativen Einfluss durch eine Lieferunterbrechung bei einem wichtigen Kunden.

Bei den Finanzwerten rückten Credit Suisse leicht vor. Die Bank hält am Montag einen Investorentag ab. Die Schwergewichte Roche und Novartis gewannen gegen ein Prozent. Nestlé stiegen um 1,4 Prozent.

(sda)

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