SWX: Schweizer Börse taucht
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SWXSchweizer Börse taucht

An der Schweizer Börse haben die Kurse auf breiter Front nachgegeben. Neben den Banken kamen auch an sich defensive Titel wie Nestlé oder Novartis unter die Räder.

Neu angefachte Faktoren Konjunktur- und Inflationssorgen sowie die Angst vor weiterem Abschreibungsbedarf bei den Banken drückten auf die Stimmung der Anleger.

Der SMI der Standardwerte schloss 1,86 Prozent schwächer mit 6949,73 Punkten. Der breite SPI verlor 1,84 Prozent auf 5860,14 Zähler.

UBS verliert bis 7 Prozent

Zum Teil markante Einbussen gab es bei den Banken. Die UBS- Aktien, die in den vergangenen Tagen dank Übernahmespekulationen noch gesucht waren, sackten zeitweise mehr als sieben Prozent ab und schlossen noch vier Prozent tiefer.

Auch Credit Suisse-Aktien verloren vier Prozent und Julius Bär fielen 3,8 Prozent. Als Auslöser machten Händler eine Studie von Goldman Sachs über die amerikanische Bankbranche aus, wo Analyst William Tanona für die US-Banken Citigroup und Merrill Lynch weitere Milliardenabschreibungen prognostizierte. Und der niederländisch-belgische Finanzkonzern Fortis kündigte eine Kapitalerhöhung im Umfang von acht Milliarden Euro an und lässt die Zwischendividende ausfallen.

Novartis, Roche, Nestlé ziehen runter

Auch die Versicherungsaktien konnten sich dem Abwärtstrend nicht entziehen, die Abschläge waren aber moderater. Die defensiven Werte rutschten ebenfalls ins Minus. Nestlé, Novartis und Roche schlugen sich mit Einbussen von weniger als einem Prozent aber deutlich besser als der Markt. Angesichts ihres Gewichts trugen sie aber markant zum Minus des Marktes bei.

Die Konjunktursorgen, die durch die jüngsten Kommentare der US- Notenbank (Fed) angefacht wurden, der hohe Ölpreis und die Dollarschwäche forderten ihren Tribut bei den konjunktursensitiven und exportorientierten Titeln.

Kurssturz trotz Auftrag

Die Aktien des Elektrotechnikkonzerns ABB, der Chemieunternehmen Clariant und Ciba, des Raffineriebetreibers Petroplus oder des Anlagenbauers Oerlikon kamen ebenso unter die Räder wie die Luxusgütertitel Swatch und Richemont. ABB sackten 3,1 Prozent ab, obwohl das Unternehmen einen Ausrüstungsauftrag für ein Gas- und Dampfkraftwerk in Katar mit einem Volumen von 233 Millionen Dollar bekanntgab.

(sda)

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