UBS unter Druck: Schweizer Börse taucht zu Wochenbeginn

Aktualisiert

UBS unter DruckSchweizer Börse taucht zu Wochenbeginn

Der Schweizer Aktienmarkt ist mit markanten Verlusten in die neue Woche gestartet. Der Swiss Market Index (SMI) gab im frühen Handel um bis zu 3,25 Prozent nach. Die UBS-Titel tauchten weitere sieben Prozent.

Der Swiss Market Index (SMI), der bereits am vergangenen Freitag knapp zwei Prozent verloren hatte, gab am Montag weiter nach. Er fiel am Montagmorgen bis zu 3,25 Prozent auf 4713,96 Punkte. Etwas später notierte er bei 4758,97 Zähler, 2,33 Prozent tiefer als zum Vorwochenschluss. Die Grossbankentitel UBS und Credit Suisse, die schon letzten Freitag um 7,3 Prozent beziehungsweise 7,0 Prozent getaucht waren, gaben erneut deutlich nach. Die UBS-Aktien verloren bis zu 8,7 Prozent auf 10,38 Franken und näherten sich damit wieder der am 11. März überwundenen Marke von zehn Franken. Etwas später wurden sie zu 10,58 Franken bewertet, 7,0 Prozent tiefer als letzten Freitag.

Marktbeobachter verwiesen auf Zeitungsberichte über bevorstehende Abschreiber in Milliardenhöhe sowie einen ebenfalls bevorstehenden Abbau von bis zu 8000 Stellen. Bei der UBS hatte es am Sonntag dazu geheissen, dass es sich um Marktspekulationen handle, die nicht kommentiert würden. Die anderen beiden Bankentitel im SMI, Credit Suisse und Julius Bär, gaben ebenfalls nach, und zwar um 4,5 Prozent beziehungsweise 4,1 Prozent.

Unter Druck standen auch Versicherungstitel. Swiss Re verloren 7,1 Prozent, Zürich 3,9 Prozent, Swiss Life 3,6 Prozent und Baloise 2,7 Prozent. Die Industrietitel Holcim und ABB gaben 4,3 Prozent beziehungsweise 2,3 Prozent nach. Auf dem SMI lasteten auch die Verluste der Börsenschwergewichte Nestlé und Novartis, die 2,0 beziehungsweise 1,9 Prozent tiefer bewertet wurden.

Analysten zeigten sich nicht überrascht vom neuerlichen Abschwung. Die Schwäche vom Freitag sei schon lange fällig gewesen, hiess es bei der Bank Vontobel. Die Nachrichten für einen weiteren Anstieg schienen zu fehlen, so dass immer mehr Gewinne realisiert würden. Auch die Zürcher Kantonalbank gab in ihrer Markteinschätzung zu bedenken, dass es für eine deutlich stärkere Erholung an den Aktienmärkten besser einschätzbare Konjunktur- und Gewinnaussichten brauche.

Auch an anderen Aktienmärkten ging es abwärts. Der Deutsche Aktienindex (DAX) verlor zeitweise mehr als vier Prozent und lag später mit 4043,33 Punkten 3,81 Prozent unter dem Freitagsschluss. Zu den Hauptverlierern gehörten Finanz- und Autowerte. Die Commerzbank büsste fast 13 Prozent ein. Auch die Aktie der Deutschen Bank ging um mehr als zehn Prozent zurück. Der Autobauer BMW verlor acht Prozent, das Daimler-Papier gab 7,4 Prozent nach.

In Paris notierte der CAC 40 3,01 Prozent tiefer, der FTSE 100 in London 2,45 Prozent. Zuvor hatte bereits der japanische Nikkei-Index 4,5 Prozent auf noch 8236,08 Punkte verloren. Vor allem die Nachrichten aus der US-Autoindustrie wurden für das Minus verantwortlich gemacht. (dapd)

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