Börse am 4. Mai 2010: Schweizer Börse unter Jahresendstand
Aktualisiert

Börse am 4. Mai 2010Schweizer Börse unter Jahresendstand

Befürchtungen über eine Ausweitung der Schuldenkrise Griechenlands auf andere Euroländer haben die Schweizer Börse belastet.

Die Schweizer Märkte schlossen am Dienstag auf breiter Front tiefer. Vor allem Finanztitel kamen europaweit unter Druck. Dabei verlor der Leitindex SMI die noch verbliebene positive Jahresperformance und schloss um 1,8 Prozent tiefer auf 6488,42 Zähler. Der SMI hatte 2009 mit 6546 Punkten beendet. Der breite SPI notierte um 1,4 Prozent niedriger auf 5748,76 Zähler. Zum Jahresende stand er bei 5626 Punkten.

Der positive Effekt guter Unternehmensabschlüsse ging im Strudel neuer Spekulationen über den Finanzbedarf Griechenlands und anderer südeuropäischer Staaten dagegen unter.

Banktitel geraten unter die Räder

Die Aktien der Grossbank UBS fielen trotz eines besser als erwarteten Quartalsabschlusses um fünf Prozent. Der europäische Bankensektor sackte gar um knapp vier Prozent ab.

Die Aktie der Credit Suisse stürzte um 7,3 Prozent oder 3,70 Fr. ab. Die Titel des Lebensversicherers Swiss Life schwächten sich trotz eines als gut beurteilten Ergebnisses 1,8 Prozent ab.

Die Holcim-Aktie verlor nach anfänglichen Gewinnen knapp drei Prozent. Im Verlauf rutschten auch defensive Werte wie Roche, Novartis sowie Nestle, die den Markt über weite Strecken gestützt hatten, in die Verlustzone.

Die Aktien von Transocean gewannen mehr als sechs Prozent. Der Titel erholte sich damit zu einem Teil von den kräftigen Kurseinbussen, die er im Zusammenhang mit dem Untergang einer Ölplattform und der daraus entstandenen Ölpest im Golf von Mexiko erlitten hatte. (sda)

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