Märkte : Schweizer Börse zu Wochenende gebremst

Aktualisiert

Märkte Schweizer Börse zu Wochenende gebremst

Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Freitag mit klar tieferen Kursen beendet. Grund sind Sorgen um die weltweite Konjunktur.

Nach fünf Tagen mit steigenden Kursen hat damit die Aufwärtsbewegung vorerst ein Ende gefunden, welche von den wachsenden Hoffnungen auf politische Fortschritte in der Schuldenkrise in Europa begleitet wurde.

Vor dem Wochenende sei es verbreitet zu Gewinnmitnahmen gekommen, hiess es in Marktkreisen. Belastet hätten aber auch schwache Konjunkturdaten aus China, was den Sorgen um die sich weltweit abkühlende Konjunktur wieder etwas Nahrung gab.

Der Swiss Market Index (SMI) verlor 1,37 Prozent auf 5531,74 Punkte. Der Swiss Performance Index (SPI) gab 1,47 Prozent auf 5006,46 Punkte nach. Im Wochenvergleich legte der SMI um 4,4 Prozent zu, über das gesamte dritte Quartal gesehen ergab sich dennoch ein markanter Verlust von rund 11 Prozent.

Am Freitag gehörten wie bereits am Vortag der Uhrenhersteller Swatch (-7,0 Prozent) und der Luxusgüterkonzern Richemont (-5,2 Prozent) zu den Unternehmen mit den grössten Kursverlusten. Neben einer schlechteren Bewertung von Swatch durch die UBS dürften insbesondere die schwachen Konjunkturdaten aus China für den starken Kursrückgang verantwortlich sein. Für beide Firmen ist das Recih der Mitte einer der wichtigsten Absatzmärkte geworden.

Mit am stärksten unter Gewinnmitnahmen litten die Aktien der Grossbank UBS (-6,7 Prozent). Andere Finanztitel wie jene der Credit Suisse (-3,9 Prozent), der Swiss Life (-3,3 Prozent) oder der Swiss Re (-2,7 Prozent) hielten sich etwas besser.

Die Aktien der Bank Julius Bär verzeichneten nach der Ankündigung eines neuen Sparprogramms ebenfalls ein vergleichsweise moderates Minus von 2,9 Prozent.

Deutliche Abgaben verbuchten aber auch die Aktien von Unternehmen wie dem Stellenvermittler Adecco (-6,2 Prozent), dem Spezialchemiekonzern Clariant (-6,0 Prozent), dem Logistiker Kühne Nagel (-4,2 Prozent) oder dem Pharmazulieferer Lonza (-4,3 Prozent).

Mit ihren Aktien als einzige Unternehmen in der Gewinnzone landeten der Aromastoffhersteller Givaudan ( 0,1 Prozent) und der Pharmakonzern Roche ( 0,5 Prozent). Nebst Roche hielten sich aber auch die Schwergewichte Novartis (unv.) und Nestlé (-0,2%) klar besser als der Gesamtmarkt.

(sda)

Deine Meinung