«Sotrovimab» und «Kin001» - Schweizer Corona-Medikamente stehen in den Startlöchern
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«Sotrovimab» und «Kin001» Schweizer Corona-Medikamente stehen in den Startlöchern

Der neue Stoff eines Basler Pharmaunternehmens könnte die Kosten einer Corona-Behandlung stark reduzieren. Ein weiterer Stoff hat bereits eine Notfallzulassung erhalten.

von
Patrick McEvily
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Medikamente der beiden Schweizer Pharmafirmen Kinarus und Humabs könnten die Behandlung einer Corona-Erkrankung günstiger und effektiver machen.

Medikamente der beiden Schweizer Pharmafirmen Kinarus und Humabs könnten die Behandlung einer Corona-Erkrankung günstiger und effektiver machen.

Regeneron Pharmaceuticals
Die Kinarus AG aus Basel testet derzeit ihr Medikament Kin001 an 400 Patientinnen und Patienten. Das Medikament soll sowohl gegen die Verbreitung des Virus im Körper als auch den daraus resultierenden Symptomen schützen.

Die Kinarus AG aus Basel testet derzeit ihr Medikament Kin001 an 400 Patientinnen und Patienten. Das Medikament soll sowohl gegen die Verbreitung des Virus im Körper als auch den daraus resultierenden Symptomen schützen.

Screenshot/Kinarus
Das Tessiner Pharmaunternehmen Humabs, das mittlerweile zum Konzern Vir Biotechnologies gehört, hat mit seinem Wirkstoff Sotrovimab in den USA bereits die Notfallzulassung erhalten.

Das Tessiner Pharmaunternehmen Humabs, das mittlerweile zum Konzern Vir Biotechnologies gehört, hat mit seinem Wirkstoff Sotrovimab in den USA bereits die Notfallzulassung erhalten.

Screenshot/Vir Biotechnologies

Darum gehts

  • Gleich zwei Schweizer Corona-Medikamente könnten Abhilfe von der Pandemie bringen.

  • Das Medikament «Kin001» würde sowohl gegen die Verbreitung des Virus im Körper als auch gegen die daraus folgenden Symptome wirken.

  • Die US-Behörden haben das Medikament Sotrovimab, von der Firma Humabs aus dem Tessin, bereits zugelassen.

In den letzten Monaten sorgten vor allem die Impfungen gegen das Coronavirus Schlagzeilen. Nur wenige Medikamente, die bei Corona-Erkrankungen helfen, wurden bisher entwickelt oder sind überhaupt im Einsatz. Das kleine Basler Unternehmen Kinarus präsentiert nun ein Medikament, das die Behandlung einer Corona-Erkrankung wirksamer und auch erschwinglicher machen könnte.

Kin001 soll über die kommenden Wochen an 400 Patientinnen und Patienten geprüft werden, wie der «Blick» berichtet. Während bisherige Stoffe – wie beispielsweise Remdesivir – einzig die Verbreitung des Virus im Körper abschwächen konnten, soll der Basler Stoff auch gegen Symptome wirken, die eine Infizierung mit COVID-19 nach sich zieht. Besonders Patientinnen und Patienten, die Gefahr laufen, an Long Covid zu erkranken, könnte mit dem Medikament geholfen werden. Das Medikament hat laut Äusserungen des Geschäftsführers von Kinarus noch weitere Vorteile: Es ist mit weniger als 500 Franken (bisherige Therapien kosten bis zu 6000 Franken) relativ günstig und es soll gegen sämtliche Mutanten wirksam sein.

Zweiter Schweizer Wirkstoff erhält US-Notzulassung

Schon einen Schritt weiter als die Basler ist die Tessiner Firma Humabs mit ihrem Antikörper-Stoff «Sotrovimab». Wie der «Blick» berichtet, haben die US-Behörden dem Mittel eine Notfallzulassung erteilt. Der Geschäftsführer von Humabs ist zuversichtlich, dass nun weitere Länder seinen Stoff zulassen werden.

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Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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