Ensovibep – Schweizer Covid-Mittel verringert Hospitalisierungen um fast 80 Prozent
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Ensovibep Schweizer Covid-Mittel verringert Hospitalisierungen um fast 80 Prozent

Ensovibep hat in einem wichtigen Test bestanden. Jetzt streben Molecular Partners aus Schlieren und Novartis die Notfallzulassung an.

von
Fabian Pöschl
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Die Schweizer Firma Molecular Partners meldet einen Durchbruch bei ihrem Covid-Medikament.

Die Schweizer Firma Molecular Partners meldet einen Durchbruch bei ihrem Covid-Medikament.

Molecular Partners

Darum gehts

  • Das Covid-Mittel der Schweizer Firma Molecular Partners hat eine wichtige Hürde überschritten.

  • Das Medikament Ensovibep kann das Risiko eines Krankenhausaufenthalts deutlich verringern.

  • Jetzt soll es die Notfallzulassung bekommen.

Im Kampf gegen das Coronavirus gibt es gute Nachrichten aus der Schweiz: Das Corona-Medikament Ensovibep der Schlieremer Bio-Tech-Firma Molecular Partners hat die Ziele in einer Phase-II-Studie erreicht, wie in einer Mitteilung steht. Ensovibep habe die Viruslast klar reduziert.

Die Studie habe eine deutliche Verringerung um rund 80 Prozent bei Krankenhausaufenthalten und Besuchen in der Notaufnahme gezeigt. Auch gegen Omikron wirke das Covid-Mittel. Dazu sei es in allen Dosierungen sicher und gut verträglich.

Notfallzulassung soll kommen

Jetzt versuche Novartis, die Notfallzulassung für das Medikament zu bekommen, zuerst in den USA und dann weltweit. Als Lizenzpartner sei Novartis verantwortlich für die Entwicklung, die Herstellung, den Vertrieb und die Kommerzialisierung von Ensovibep.

Molecular Partners bekommt mit dem Bestehen der Phase-II-Studie 150 Millionen Franken von Novartis und anschliessend 22 Prozent auf den Umsatz, den Novartis mit dem Medikament erzielt. Der Bund sicherte sich bereits 200’000 Dosen des Medikaments, wie verschiedene Medien berichten.

BAG verhandelt mit Pfizer über neue Corona-Wunderpille Paxlovid

Auch ein neues Corona-Medikament von Pfizer gibt Anlass zur Hoffnung: Paxlovid bekam bereits eine Notfallzulassung. Das BAG steht im Gespräch mit Pfizer, damit das Medikament auch in der Schweiz eingesetzt werden kann.

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