Ukraine-Krieg: Delegation mit FDP-Fraktionschef Cottier reist nach Butscha

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Ukraine-KriegDelegation mit FDP-Fraktionschef Cottier reist nach Butscha

Für den Europarat wird eine Delegation in die Ukraine reisen, um die Gräueltaten von Butscha zu untersuchen. Geleitet wird die Untersuchung von FDP-Fraktionschef Damien Cottier.

von
Florian Osterwalder
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Laut Cottier geht es bei der Mission hauptsächlich ums Sammeln und Dokumentieren mutmasslicher Gräueltaten. 

Laut Cottier geht es bei der Mission hauptsächlich ums Sammeln und Dokumentieren mutmasslicher Gräueltaten. 

20min/Monika Flueckiger
In Butscha wurden zahlreiche Zivilisten tot auf den Strassen des Ortes aufgefunden.

In Butscha wurden zahlreiche Zivilisten tot auf den Strassen des Ortes aufgefunden.

AFP RONALDO SCHEMIDT
Zahlreiche Massengräber wurden in Butscha entdeckt. 

Zahlreiche Massengräber wurden in Butscha entdeckt. 

AFP

Darum gehts

Der Schweizer Damien Cottier, FDP-Nationalrat und Fraktionschef seiner Partei, wird in die Ukraine reisen und die Kriegsverbrechen von Butscha untersuchen. Für den Europarat und dessen Mitglieder führt der Neuenburger eine Untersuchung der mutmasslichen Gräueltaten und Menschenrechtsverletzungen in Butscha und Irpin durch, wie der «Blick» berichtet. Cottier ist Vorsitzender des Ausschusses für Recht und Menschenrechte. 

Wie der Nationalrat gegenüber dem «Blick» erklärt, gehe es bei der Mission hauptsächlich ums Sammeln und Dokumentieren mutmasslicher Gräueltaten der russischen Armee rund um Kiew. Alle Erkenntnisse aus Gesprächen mit lokalen Behörden und mutmasslichen Opfern werden in einem Bericht festgehalten. 

Das Tribunal soll befugt sein, Haftbefehle auszustellen

«Das Komitee hat bei seiner Sitzung letzte Woche die Massnahme einstimmig beschlossen», sagt Cottier. Laut dem Nationalrat wird eine «eher kleine» Delegation in die Ukraine reisen. Jedoch sei es nicht das Wichtigste, so schnell wie möglich dorthin zu reisen, sondern die Planung und die gründliche Vorbereitung der Delegation.

Am 28. April forderte das Parlament des Europarats die Einrichtung eines Straftribunals zur Verfolgung möglicher Kriegsverbrechen durch die russische Staats- und Militärführung. Das Tribunal soll befugt sein, internationale Haftbefehle auszustellen.

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