Aktualisiert 11.08.2009 16:39

StudieSchweizer Detailhandel steigert Produktivität

Die Schweizer Detailhändler haben in den letzten Jahren produktiver gearbeitet als Unternehmer aus anderen Branchen. Zwischen 2000 und 2008 lag das Produktivitätswachstum des Detailhandels im Durchschnitt bei 2,4 Prozent pro Jahr.

Der gesamtwirtschaftliche Durchschnitt lag bei 0,8 Prozent, wie eine am Dienstag publizierte Studie der Konjunkturforschungsstelle BAK Basel Economics zur volkswirtschaftlichen Bedeutung des Detailhandels zeigt. Die Studie war von der Interesssengemeinschaft Detailhandel Schweiz (IG DHS) in Auftrag gegeben worden.

Fünfmal so gut wie der Schnitt

In den letzten drei Jahren wuchs die Stundenproduktivität im Detailhandel mit 3,4 Prozent sogar fast fünfmal so schnell gewachsen wie im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt.

Die Steigerung führen die Experten unter anderem auf technolgischen Fortschritt zurück. So wandle sich der Detailhandel von der «low-tech»-Branche zu einer Informationsindustrie. Als Beispiel nennen die Experten «Self-Scanning»-Kassen - also Kassen, an denen der Kunde die Bezahlung gleich selbst abwickelt.

Der Markt ist satt

Die Steigerung der eigenen Produktivität sei für die Detailhändler ein wesentlicher Erfolgsfaktor, heisst es in der Studie. So müssten sie in einem kleinen und weitgehend gesättigten Markt wirtschaften. Zudem seien die Rahmenbedingungen - beispielsweise die Gesetze für die Ladenöffnungszeiten - im internationalen Vergleich restriktiv.

(sda)

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