Reiten: Schweizer Doppelsieg in Ascona
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ReitenSchweizer Doppelsieg in Ascona

Der 16. CSI Ascona war ein "Fall für Mändli". 21 Stunden nach seinem ersten Sieg im Wegelin Schweizer Cup siegte der Olympiareiter aus Ebertswil auch erstmals im GP von Ascona. Mändli gewann mit Landquick vor seinem ebenfalls fehlerlosen Teamkollegen Markus Hauri mit Estrada.

Nur der Franzose Kevin Staut mit Gastronom verhinderte einen vierfachen Schweizer Erfolg im mit 100 000 Franken dotierten Hauptevent am Lago Maggiore. Rang vier belegte der sechsfache Ascona-GP-Sieger Markus Fuchs mit La Toya vor dem Berner Niklaus Schurtenberger mit Kuno. Sie verschätzten sich im technisch anspruchsvollen Normalumgang je einmal.

Der 39-jährige Beat Mändli, der in dieser Saison nicht auf einer Erfolgswelle ritt, behielt in der Siegerrunde über sieben Hindernisse und acht Sprünge auf dem zehnjährigen Oldenburger Wallach Landquick die Ruhe und Souplesse, die ihn schon im Wegelin Cupfinal am Samstag ausgezeichnet hatte. Der Weltcupsieger von 2007 und -vierte von 2008 taktierte richtig, schlug als erster Reiter der sechs Paare ohne Fehler nach der ersten Runde eine mittlere Kadenz an und setzte damit seine Gegner unter Druck. Nur der A argauer Markus Hauri kam auf seiner von ihm selbst ausgebildeten Fuchs-Stute Estrada erneut ohne Makel ins Ziel, war aber um 2,22 Sekunden langsamer. Denmnoch freute sich der Papa des acht Monate alten Sohnes Matteo diebisch über seinen Ehrenplatz und ein Preisgeld von 18 000 Franken.

Der in Ascona überragende Mändli durfte einen BMW im Werte von über 30 000 Franken als Sieger in Empfang nehmen. Die beiden Grosserfolge im Tessin dürften dem Schweizer Teamleader für die Olympischen Spiele zusätzliches Selbstvertrauen verleihen. Seit Samstag weilt Mändlis Olympia-Trumpf Ideo du Thot wie die Springpferde seiner Olympia-Teammitglieder in der Quarantäne in Aachen.

(si)

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