Hochzeit auf Island: Schweizer Ehepaar sucht nach 31 Jahren seine Trauzeugen

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Hochzeit auf IslandSchweizer Ehepaar sucht nach 31 Jahren seine Trauzeugen

Vor 31 Jahren heirateten Susan und Thomas Gehrig in Island. Was fehlte, waren die Trauzeugen. Spontan fanden sie ein St. Galler Paar, das noch auf dem Zeltplatz in Island das Formular unterschrieb. Nun suchen sie nach den beiden.

von
Jil Rietmann

Darum gehts

  • Ein Schweizer Ehepaar heiratete vor 31 Jahren in Island.
  • Weil sie keine Trauzeugen hatten, unterschrieb spontan ein St. Galler Paar das Formular.
  • Jetzt sucht das Ehepaar nach den Ostschweizern.
  • Auf Facebook wurde der Post mit der Suche schon fleissig geteilt.

«Vor genau 31 Jahren, am 2. August 1989, suchten wir auf dem Zeltplatz von Akureyri/Island, ein Schweizer Paar, das am 3. August an unserer Outdoor-Hochzeit in Island hätte als Trauzeugen fungieren können», schreibt Thomas Gehrig in einem Facebook-Post. Er und seine Frau Susan suchen nun genau nach diesen Trauzeugen, die ihnen vor so langer Zeit geholfen hatten. Denn inmitten des Geschehens damals, hatten sie vergessen, sich die Namen des Paars zu notieren.

Das Ehepaar fand in Island ein Paar aus St. Gallen, das zwar nicht an der Zeremonie im Rathaus teilnehmen konnte, jedoch auf dem Zeltboden und auf dem offiziellen Formular, das der Standesbeamte ihnen mitgegeben hatte, unterschrieb und somit die Hochzeitsabsicht bestätigte. «Wir haben uns damals sicher herzlich bedankt, aber in der Euphorie nicht einmal die Namen unserer Trauzeugen notiert – eine unverzeihliche Sünde, die wir jetzt ein paar Jahre später gerne tilgen würden», so Gehrig weiter.

Finderlohn für gefundenes Paar

Das Einzige, woran sich das Ehepaar, das mittlerweile vier Töchter hat, erinnern kann, ist, dass das andere Paar mit dem Linienbus unterwegs war und deshalb bereits einen Tag vor der Trauung weitergereist ist. «Und wir meinen, dass sie beruflich oder studienmässig etwas mit Biologie zu tun hatten», sagt er weiter. Das Paar sei gespannt, ob Facebook in diesem Fall helfen könne. Ein Finderlohn für den, der das Paar ausfindig mache, werde natürlich zugesichert.

Innert kürzester Zeit wurde der Post rege kommentiert und geteilt. In den Kommentaren geben die User auch Tipps. Auf die Frage, weshalb sich denn das Ehepaar erst jetzt auf die Suche nach ihren Trauzeugen macht, erklärt Gehrig: «Vielleicht hat erst das Geschenk unserer Töchter zum 30. Hochzeitstag diesen Prozess ausgelöst.»

Auch der Radiosender SRF 1 ist auf die Suche aufgesprungen. In einem Video, das kürzlich auf Facebook gepostet wurde (siehe oben) erzählt das Ehepaar nochmals ihre Geschichte. Sie wollen nun endlich herausfinden, wer damals in Island das Paar war, das sich als Trauzeugen zur Verfügung gestellt hat. «Wir hoffen, wir finden eine Spur. Vielen Dank fürs Mithelfen.»,

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