Schweizer einig: SVP gefährdet Demokratie

Aktualisiert

Schweizer einig: SVP gefährdet Demokratie

Eine überwältigende Mehrheit von Zwei Dritteln der Schweizerinnen und Schweizer sehen das Vorgehen der SVP gegen Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf als Gefährung der Demokratie.

Das erbrachte eine Umfrage im Auftrag von «SonntagsBlick», «Le Matin Dimanche» und «Il Caffè».

68 Prozent der Befragen sprachen sich für einen Verbleib Widmer- Schlumpfs im Bundesrat aus. Kategorisch «Nein» sagten 11 Prozent. Auch fanden 60 Prozent, die Bundesrätin solle in der SVP bleiben. Gegen eine weitere Parteizugehörigkeit votierten 19 Prozent.

65 Prozent hielten das Vorgehen der SVP für eine Gefahr für die Demokratie; bei der Anhängerschaft der FDP waren es sogar 85 Prozent. Die SVP als demokratische Partei bezeichneten 14 Prozent, 21 Prozent äusserten sich nicht.

Die SVP-Wählerschaft zeigte sich gespalten: 50 Prozent von ihnen sprachen sich dafür aus, dass Widmer-Schlumpf im Bundesrat bleibt. 35 Prozent waren dagegen und 15 Prozent äusserten sich nicht.

Für eine weitere SVP-Mitgliedschaft Widmer-Schlumpfs sprachen sich 51 Prozent der befragten SVP-Anhänger aus, 36 Prozent wollten sie nicht mehr in ihren Reihen dulden. Die eigene Partei als Gefahr für die Demokratie sahen 50 Prozent in dieser Gruppe.

Die Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut Demoscope vom 8. bis 10. April telefonisch unter 609 in der Schweiz wohnhaften Personen zwischen 15 und 74 durchgeführt. Die Fehlerquote wird mit &/- 4 Prozent angegeben.

(sda)

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