Admir Mehmedi - Schweizer EM-Held tritt aus der Nati zurück
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Admir MehmediSchweizer EM-Held tritt aus der Nati zurück

«Ich bin für jeden Tag in meiner Nati-Karriere dankbar.» Wolfsburg-Spieler Admir Mehmedi hat am Freitag seinen Rücktritt aus der Schweizer Nati verkündet.

von
Tobias Wedermann
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Eines der letzten Fotos von Admir Mehmedi im Nati-Trikot: Der 30-Jährige bejubelt in Bukarest den Achtelfinal-Sieg gegen Frankreich.
 

Eines der letzten Fotos von Admir Mehmedi im Nati-Trikot: Der 30-Jährige bejubelt in Bukarest den Achtelfinal-Sieg gegen Frankreich.

Claudio De Capitani/freshfocus
Wie der Wolfsburg-Star am Freitag mitteilt, war es das letzte Spiel für ihn bei der Nati. Er tritt per sofort aus der Schweizer Nationalmannschaft zurück.

Wie der Wolfsburg-Star am Freitag mitteilt, war es das letzte Spiel für ihn bei der Nati. Er tritt per sofort aus der Schweizer Nationalmannschaft zurück.

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Insgesamt 135-Mal hat der Wolfsburg-Star das Leibchen mit dem Schweizer Kreuz getragen. Von der U16 bis zur A-Nationalmannschaft.

Insgesamt 135-Mal hat der Wolfsburg-Star das Leibchen mit dem Schweizer Kreuz getragen. Von der U16 bis zur A-Nationalmannschaft.

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Darum gehts

  • Im Alter von 30 Jahren tritt Admir Mehmedi aus der Schweizer Nati zurück.

  • Er will sich nun auf die Aufgaben in seinem Club sowie auf seine Familie fokussieren.

  • Von der U16 bis zur A-Nati spielte Mehmedi insgesamt 135-Mal für die Schweiz.

Über 120 Minuten im EM-Achtelfinal zwischen der Schweiz und Frankreich waren gespielt. Admir Mehmedi ist der fünfte Penaltyschütze für die Nati. Ein unglaublicher Druck. Er wartet ein paar Sekunden, läuft dann an und verwandelt souverän in die untere, rechte Ecke. Anschliessend tritt Kylian Mbappé gegen Yann Sommer an und der Rest ist Schweizer Fussballgeschichte. Dieser so wichtige Penalty war der letzte Moment im Trikot der Schweizer Nationalmannschaft für Mehmedi. Wie der 30-Jährige am Freitagnachmittag verkündet, tritt er per sofort aus der Nati zurück.

EM als würdiger Schlusspunkt der Nati-Karriere

«Dieser Entscheid ist nach reiflicher Überlegung entstanden. Mein Wunsch war es immer, den Zeitpunkt des Abschieds selber bestimmen zu können. Zuletzt hatten mich Verletzungen ausgebremst», begründet Mehmedi seinen Schritt. «Aufgrund dieser gesamten Situation bin ich zum Schluss gekommen, dass es der richtige Moment ist, meine Nationalmannschaftskarriere zu beenden. Die EM war ein wunderschöner und würdiger Schlusspunkt. Ich bin dankbar und stolz, dass ich so viele Jahre und zuletzt auch dieses tolle Turnier im Kreise der Nati erleben durfte.»

Nationaltrainer Vladimir Petkovic bedauert Mehmedis Rücktritt, wie der Schweizerische Fussballverband ihn in einer Mitteilung zitiert: «Admir hat mir seinen Entscheid in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt. Ich kann seine Beweggründe verstehen und nachvollziehen. Er hat mit seinem Spiel, seiner Persönlichkeit und mit seiner hochprofessionellen Art viel zur Entwicklung und den Erfolgen unserer Nati beigetragen. Dafür verdient er grossen Dank und Respekt.»

Mehmedi wird in dieser Woche zum dritten Mal Vater

Insgesamt 135-Mal hat der Wolfsburg-Star das Leibchen mit dem Schweizer Kreuz getragen. Von der U16 bis zur A-Nationalmannschaft. Für Letztere absolvierte er 76 Spiele und schoss zehn Tore. Mehmedi spielte an der WM 2014, der EM 2016 und der EM 2021 für die Nati und mit der U21 kam er 2011 bis in den EM-Final. Der 30-Jährige hatte in der Vergangenheit immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, verpasste so etwa die WM 2018 in Russland. Sicher ein Mitgrund, dass sich Mehmedi nur 1,5 Jahre vor der Weltmeisterschaft in Katar aus der Schweizer Nationalmannschaft zurückzieht. Er muss auf seine Gesundheit achten und hat noch grosse Ziele mit seinem Club Vfl Wolfsburg, wo er noch ein Jahr Vertrag hat und in der kommenden Saison auch Champions League spielen wird. Zudem hat Nati-Trainer Vladimir Petkovic in den letzten Monaten nicht mehr oft auf Mehmedi gesetzt. An der diesjährigen EM bekam er gerade mal 37 Minuten Spielzeit in zwei Spielen.

Ein weiterer Grund für den Rücktritt: Admir Mehmedi ist ein Familienmensch. Wie 20 Minuten weiss, erwarten der Offensivspieler und seine Ehefrau noch in dieser Woche ihr drittes Kind. Mehmedi will neben dem intensiven Bundesliga-, DFB-Pokal- und Champions-League-Spielplan auch Zeit für seine Familie haben. Diese wird er nun haben in den Nati-Pausen.

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