Schweizer Enttäuschung trotz Staffelrekord
Aktualisiert

Schweizer Enttäuschung trotz Staffelrekord

Die EM im 50-m-Becken von Budapest hat für das Schweizer Team mit einer Enttäuschung begonnen. Die mit grossen Hoffnungen in den Wettkampf gestartete 4x100-m-Crawlstaffel realisierte zwar einen nationalen Rekord, dennoch reichte es als 10. nicht zum Einzug in den Final der besten Acht.

Dominik Meichtry, Alessandro Gaffuri, Karel Novy und Flori Lang verbesserten mit 3:21,08 ihre im vergangenen Jahr in Izmir (Tür) aufgestellte Schweizer Bestmarke um fünf Hundertstel. Den angestrebten Finaleinzug verpassten sie allerdings um 88 Hundertstel.

Grund zur Freude hatte Startschwimmer Meichtry: Der an der Universität in Berkeley studierende St. Galler sicherte sich mit 50,41 Sekunden das Ticket für die im nächsten Jahr in Melbourne stattfindenden Weltmeisterschaften (18. März bis 1. April). Er unterbot den geforderten Wert um neun Hundertstel.

Carla Stampfli scheiterte über 50 m Delfin ebenfalls in den Vorläufen. Mit 28,26 Sekunden - 57 Hundertstel über ihrer nationalen Bestleistung - musste sie sich mit dem 34. Schlussrang begnügen. Dennoch geht die Darbietung in Ordnung, denn wegen einer Schulterverletzung konnte die in Mailand wohnende Athletin diese Strecke seit rund einem Monat nicht mehr richtig trainieren.

Für die Französin Laure Manaudou, die von acht Goldmedaillen geträumt hatte, gab es gleich zum Auftakt einen herben Dämpfer. Die 19-Jährige belegte in den Vorläufen über 400 m Lagen lediglich den 18. Platz und muss damit im Final zuschauen. Mit 4:54,61 schwamm sie um mehr als 14 Sekunden langsamer als bei ihrer Bestzeit im Mai an den französischen Meisterschaften in Tours. Vor allem auf der Brust- und Crawlstrecke zeigte sie eine desolate Leistung, die nur schwer nachvollziehbar ist.

Auch der Italiener Emiliano Brembilla ist am Abend über 400 m Crawl nicht mehr zu sehen. Der Europameister von 2002 und 2004 schied als 13. der Vorläufe aus.

(si)

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