Eifersuchtstat: Schweizer erschiesst in Ungarn Polizisten
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EifersuchtstatSchweizer erschiesst in Ungarn Polizisten

Ein Ungarn-Schweizer (33) hat in der Nacht auf Mittwoch aus seinem Auto heraus zwei Menschen getötet. Danach richtete er sich selbst.

von
ann
Das Auto des ungarisch-schweizerischen Täters im Wald, wo er sich selbst gerichtet hatte.

Das Auto des ungarisch-schweizerischen Täters im Wald, wo er sich selbst gerichtet hatte.

Kurz nach Mitternacht am Mittwoch kontrollierte der 29-jährige Polizist János G. auf der Autobahn zwischen Veszprém und Alsóörs (beim Plattensee in Ungarn) einen Ford Fiesta mit fünf Insassen. Währendessen näherte sich auf der gegenüberliegenden Strassenseite ein Skoda Octavia mit Schweizer Kennzeichen dem Polizisten. Im Auto sass der schweizerisch-ungarische Doppelbürger Balint S. Er zückte aus etwa 40 Metern Entfernung eine Waffe und gab vier gezielte Schüsse auf den Polizisten ab. János G. wurde im Kopf getroffen und war sofort tot. Die Kugeln von Balint S. töteten auch einen hinten im Fiesta sitzenden Studenten (21). Ein weiterer 25-jähriger Mitfahrer im Fiesta wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht. Sein Zustand ist stabil.

Tat aus Eifersucht

Patrouillen nahmen die Verfolgung des Skoda auf, doch das Auto wurde erst am Mittwochmittag in einem Wald abseits der Strasse gefunden. Der Täter hatte sich kurz nach der Tat selbst erschossen. Laut lokalen Medien war er wie Rambo verkleidet und trug einen kakifarbenen Militäranzug, eine Räubermaske über dem Gesicht und eine kugelsichere Weste. Im Auto befanden sich zwei Pistolen, zwei Gewehre, darunter ein Sturmgewehr, und viel Munition.

Offenbar war der 33-jährige Balint S. am Montag nach Ungarn gekommen. Hinter der Tat soll gemäss Informanten lokaler Zeitungen Eifersucht stecken. János G. und der Ungarn-Schweizer hatten angeblich eine Liebesbeziehung und sollen sich diesen Sommer kennengelernt haben. Seit kurzem habe es aber Probleme in ihrer Beziehung gegeben.

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