Schweizer essen fast 12 Kilo Schoggi pro Jahr

Aktualisiert

Schweizer essen fast 12 Kilo Schoggi pro Jahr

Schweizerinnen und Schweizer haben im vergangenen Jahr 300 Gramm mehr Schokolade geschleckt als 2003.

Der Pro-Kopf-Konsum stieg auf 11,6 Kilogramm, wie die chocosuisse mitteilte. Allerdings erhöhte sich der Anteil der importierten Schokolade zum vierten Mal in Folge und beträgt nun 26,4 Prozent.

Die Schweizer Schokoladehersteller haben den 2003 erlittenen hitzebedingten Rückschlag weitgehend verdaut. 2004 wurden 148.216 Tonnen Schokoladeprodukte abgesetzt, 6,1 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Verband Schweizerischer Schokoladefabrikanten chocosuisse am Dienstag in Bern bekannt gab. Wertmässig erhöhte sich der Umsatz um 9,3 Prozent auf 1,365 Milliarden Franken.

Die Verkäufe in der Schweiz wurden um 2,3 Prozent auf 69.845 Tonnen gesteigert, wie chocosuisse schreibt. Der wertmässige Umsatz erreichte 814 Millionen Franken und lag damit 6,8 Prozent über dem Vorjahr. Damit liege die Branche allerdings immer noch deutlich hinter den Werten früherer Jahre zurück. Der Anteil der Importschokoladen am Inlandkonsum erhöhte sich zum vierten Mal in Folge und liegt nun bei 26,4 Prozent. Vor allem die Schokoladepralines und die Tafelschokoladen verzeichneten mit Steigerungen um 15,4 Prozent respektive 9,0 Prozent eine erfreuliche Entwicklung.

Die Auslandverkäufe der Schweizer Hersteller erreichten 78.371 Tonnen, 9,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Wertmässig wuchsen sie um 13,3 Prozent auf 551 Millionen Franken. An der Spitze der Exportmärkte stand erneut Deutschland mit einem Exportanteil von 20 Prozent, vor Frankreich und Grossbritannien mit je elf Prozent und den USA mit acht Prozent.

Für das Jahr 2005 hofft die Branche im Inland auf stärkere Tourismusfrequenzen und auf gewogene Sommertemperaturen. Im Inland will sie den Marktanteil halten und gleichzeitig die Exportverkäufe signifikant steigern. Das seit Anfang Februar geltende revidierte Freihandelsabkommen mit der EU sei eine günstige Voraussetzung dafür.

(dapd)

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