Schweizer experimentieren im All

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Schweizer experimentieren im All

Die Schweiz ist am europäischen Weltraumlabor Columbus beteiligt. Im Labor steckt auch Know-how von Schweizer Firmen und Forschern, darunter der ETH Zürich.

Die Schweiz ist eines der Mitgliedsländer der Europäischen Weltraumagenturen (ESA), das bei Columbus mitmacht. Die Schweizer Beteiligung beläuft sich auf rund 13,5 Millionen Franken, wie Peter Erni vom Bereich Raumfahrt des Staatssekretariats für Bildung und Forschung (SBF) gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte.

Die Gelder flossen wieder an Forscher und Firmen in der Schweiz zurück. Die Schweizer Industrie war an der Entwicklung von Columbus massgeblich beteiligt. Der Schweizer Beitrag sei ein Resultat aus rund 20 Jahren Arbeit und Kooperation, hiess es beim SBF.

Bedingungen für Mars-Reise

Columbus sei Europas bedeutendster Beitrag zum Ausbau der Raumstation. Mit dem 12,5 Tonnen schweren Labor soll unter anderem erforscht werden, wie der Mensch unter schwerelosen Bedingungen leben kann und das während einer sehr langen Reise. Eine Mars-Mission wäre laut Erni eine rund 1000 Tage lange Expedition.

Bereits in den ersten zwei Monaten der insgesamt auf zehn Jahre veranschlagte Missionsdauer sollen schon mehrere Experimente durchgeführt werden. Dazu gehören auch drei Experimente von Schweizer Forschern, unter anderem von der Gruppe für Weltraumbiologie der ETH Zürich.

Auf der externen Columbus-Plattform SOLAR fliegt zudem ein Experiment des Physikalisch Meteorologischen Instituts Davos mit. Das Experiment SOVIM dient der präzisen Messung der totalen Sonneneinstrahlung.

(sda)

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