11.08.2019 08:03

Autofahrer-Studie

Schweizer fahren schnell und trinken viel

Eine kürzlich publizierte europäische Studie wirft ein schlechtes Licht auf Schweizer Autofahrer. Sie trinken öfter als die meisten Europäer und halten sich weniger an das Tempolimit.

von
scl
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21,6 Prozent von 1020 befragten Schweizerinnen und Schweizer sagten aus, in den letzten 30 Tagen mit dem Auto gefahren zu sein, ...

21,6 Prozent von 1020 befragten Schweizerinnen und Schweizer sagten aus, in den letzten 30 Tagen mit dem Auto gefahren zu sein, ...

Keystone/Valentin Flauraud
... obwohl sie nach eigener Einschätzung möglicherweise mehr Alkohol getrunken hatten als gesetzlich erlaubt.

... obwohl sie nach eigener Einschätzung möglicherweise mehr Alkohol getrunken hatten als gesetzlich erlaubt.

Keystone/Valentin Flauraud
In 20 europäischen Ländern haben diese Frage 13,1 Prozent der Befragten mit Ja beantwortet.

In 20 europäischen Ländern haben diese Frage 13,1 Prozent der Befragten mit Ja beantwortet.

Keystone/Laurent Gillieron

Von 1020 befragten Schweizerinnen und Schweizer sagten 21,6 Prozent aus, in den letzten 30 Tagen mit dem Auto gefahren zu sein, obwohl sie nach eigener Einschätzung möglicherweise mehr Alkohol getrunken hatten als gesetzlich erlaubt. Das zeigen Recherchen der Redaktion Tamedia.

In 20 europäischen Ländern haben diese Frage 13,1 Prozent der Befragten mit Ja beantwortet. Dagegen ist das Risiko, in der Schweiz einen Alkoholtest machen zu müssen, tiefer als in der EU. 12,7 Prozent der Schweizerinnen und Schweiz sagten, sie hätten im letzten Jahr mindestens einmal ins Röhrchen blasen müssen. In den EU-Ländern waren es insgesamt 18 Prozent.

Zahl der schweren Unfälle zurückgegangen

Auch bei den Geschwindigkeitslimiten nehmen es Schweizerinnen und Schweizer nicht sonderlich genau. 75,5 Prozent haben hierzulande eingestanden, in den letzten 30 Tagen mindestens einmal zu schnell auf Autobahnen unterwegs gewesen zu sein. Im europäischen Schnitt waren es knapp über 60 Prozent.

Die Resultate sähen erst einmal besorgniserregend aus. «Aber zentraler ist für uns, dass die Anzahl der schweren Unfälle in den letzten Jahren im Schweizer Autoverkehr zurückgegangen ist», sagt Nicolas Kessler von der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu gegenüber der Redaktion Tamedia.

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