Sturm: Schweizer Familie in Island von Jacht gerettet
Publiziert

SturmSchweizer Familie in Island von Jacht gerettet

Eine achtköpfige Schweizer Familie, die auf einer Jacht lebt, musste am Sonntag in Sicherheit gebracht werden. Das Boot hatte sich während eines Sturms von der Anlegestelle gelöst.

von
vro
1 / 13
Die Familie Schwörer aus dem Bündnerland ist derzeit in Island unterwegs (Bild vom September). Dort musste sie am Sonntag wegen eines Sturms vom Boot gerettet werden. Seit 18 Jahren leben die Schwörers auf der Jacht.

Die Familie Schwörer aus dem Bündnerland ist derzeit in Island unterwegs (Bild vom September). Dort musste sie am Sonntag wegen eines Sturms vom Boot gerettet werden. Seit 18 Jahren leben die Schwörers auf der Jacht.

Intagram/Toptotopexpedition
«Unsere Kinder haben nur eine Box mit Spielsachen. Wenn sie ein neues möchten, müssen sie eines verschenken;  der Platz auf unserem Schiff ist beschränkt», sagte Dario Schwörer, hier in San Francisco, 2016 zu 20 Minuten.

«Unsere Kinder haben nur eine Box mit Spielsachen. Wenn sie ein neues möchten, müssen sie eines verschenken; der Platz auf unserem Schiff ist beschränkt», sagte Dario Schwörer, hier in San Francisco, 2016 zu 20 Minuten.

zVg
Die Familie ist auf der ganzen Welt unterwegs ...

Die Familie ist auf der ganzen Welt unterwegs ...

zVg

Der Bündner Umweltmissionar Dario Schwörer und seine Familie mussten am Sonntag in Island von ihrer Jacht gerettet werden. Die Abenteurer hatten das Boot im Hafen von Akureyri, Nordisland, vertäut. Doch ein starker Sturm löste es um Mitternacht von der Anlegestelle und trieb es in den Hafen.

Die Schwörers konnten die Jacht zwar an eine neue Stelle steuern, beim Anlegen krachte sie jedoch ins Dock und wurde beschädigt, berichten isländische Medien. Polizei, Feuerwehr und weitere Helfer konnten das Boot schliesslich fest am Ufer vertäuen.

«Ich sah das Boot vor mir sinken»

Die Familie lebt seit 18 Jahren auf dem Wasser. Vater Dario und seine Frau Sabine engagieren sich international für den Umweltschutz und halten zahlreiche Vorträge. Ihre Kinder leben ebenfalls auf dem Boot. Den Winter wollte die Familie in Akureyri verbringen.

Die Zukunft ihres Boots steht nun allerdings auf der Kippe. Weil es wegen des heftigen Sturms teilweise überflutet und beschädigt ist, wurde die Familie in einer Unterkunft im Ort untergebracht. Die Jacht habe sich im Sturm rund anderthalb Meter hoch gehoben und wieder gesenkt, sagt Sabine Schwörer dem isländischen Newsportal «RÚV». «Ich sagte zu allen: Wir müssen beten und weiter beten. Ich sah das Boot schon vor mir sinken.» Auch ihr Ehemann sagt, er habe noch nie so grosse Wellen gesehen.

Schaden wird nun beurteilt

Sie seien durch das Pfeifen des Sturms wach geworden, erzählt die zwölfjährige Tochter Salina dem Portal. Ihr zehnjähriger Bruder Andri ergänzt: «Es war ein Schock, aber ich glaubte, dass es das Boot schaffen wird, weil es aus starkem Material gebaut ist.»

Trotzdem sind die Schäden am Boot offenbar nicht unerheblich. «Die Fortsetzung unserer Expedition wird eine Herausforderung sein», sagt Vater Dario. Der Schaden soll in diesen Tagen beurteilt und repariert werden.

Deine Meinung